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Exekutionsrhetorik


von Marcus Knill


Guillotine, Source Bjorn Fabricius Exekutionsrhetorik ist der Griff in die unterste Schublade der Rhetorikkiste. Sie wurde in letzter Zeit von Dieter Bohlen im Fernsehen praktiziert.

Für uns ist völlig unverständlich, dass "Bild" die erniedrigenden Sprüche Dieter Bohlens (Kritik nach den Auftritten der Superstaranwärter) als "geniale Sprüche" bezeichnet. Wenn Bohlen nach den Auftritt zu einem Jugendlichen sagt:

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus Dir einen Superstar machen kann, vielleicht aus Fröschen oder einem Kilo Hackfleisch. Aber das sprengt meine Kreativität."


rechnet er mit Lacher, die auf Schadenfreude beruhen.

Selbst wenn Jugendliche schlecht gesungen haben, sprengt dies nicht nur die Grenzen im Umgang mit Menschen. Wenn Bohlen sich mit billigen Sprüchen aus der unteren Schublade wie

"Das ist Kacke"


profilieren muss, müsste er sich bewusst sein, dass er damit auch sich bloss stellt. Für uns gehören derartige "Fertigmach-Sprüche" zu einer verabscheuungswürdigen Exekutions-Rhetorik.


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27. September 2003


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