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"Persönlich.ch" Interview mit Joseph Blatter 10. Oktober 10, 2002


Interview: Matthias Ackeret und Oliver Prange, Persoenlich.com

Persönlich.ch: FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist einer der wichtigsten Sportmanager der Welt. Im Vorfeld zur Wiederwahl als FIFA-Präsident beschuldigte ihn die Weltpresse der Korruption und anderer illegaler Machenschaften. Am Ende wurde der gebürtige Walliser überzeugend wiedergewählt. Am diesjährigen Jahrestreffen der Schweizer Presse in St. Moritz hielt der 66-Jährige ein Referat zum Thema "Zwischen Sturm und Verteidigung - ich und die Medien".

Quelle: Interview (PDF) von www.persoenlich.com.

Von rhetorik.ch herausgehoben:

Sie haben für die Verlegertagung zwei Reden vorbereitet. Am Ende haben Sie die harmlosere der beiden gehalten, warum eigentlich? (Die nicht gehaltene, schärfere Rede ist nach dem Interview zu finden). "Ich messe vor einem Vortrag immer die Temperatur der Zuhörerschaft und frage mich, was kann ich dieser zumuten. Das mache ich seit Jahren so. Gestern Abend habe ich mich bei den Verlegern und Journalisten umgehört und deren Erwartungen respektive Nichterwartungen an mein Referat getestet. Heute Morgen hat mein Zimmernachbar, der ehemalige ZDF Intendant Professor Dieter Stolte, gemeint: 'Bleiben Sie, wie Sie sind. Sie können etwas ironisch sein, aber nicht allzu hart.' So habe ich die sanftere der beiden Versionen gewählt."


Was war denn der Inhalt der schärferen Rede? "Ich hätte ganz klar einige Artikel zitiert und diese dem entsprechenden Journalisten und dessen Zeitung zugeordnet. Dabei steht immer die Frage im Raum: Was sind das für Recherchen? Das Wichtigste aber, was ich nicht gesagt habe: Ein Sportjournalist genügt heute nicht mehr, um die FIFA und deren Präsidenten zu analysieren. Der Fussball ist ein Bestandteil der Gesellschaft und hat nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte. Wer nun behauptet, die FIFA hätte 1,6 Milliarden Franken Schulden, muss auch eine Bilanz lesen und interpretieren können. Als Gegenbeispiel nenne ich aber Felix Reidhaar von der NZZ. Dieser hat sich die Mühe gemacht und hat während vier Stunden mit dem Finanzchef und seinen zwei Mitarbeitern unsere Buchhaltung analysiert. Seine Erkenntnisse erschienen auf fast einer Seite."


Wie reagiert man aber auf solche Angriffe? Verschliesst man sich jeglicher Kritik oder erkennt man in den Vorwürfen manchmal auch einen Funken Wahrheit? "Bei der ganzen Medienkampagne im vergangenen Sommer versuchte ich, auf die Angriffe zu reagieren, merkte aber bald, dass unsere Kommunikationsabteilung unter dem Generalsekretär (Michel ZenRuffinen; Red.) ein falsches Spiel spielte. Trotz meines Stürmerbluts geriet ich immer mehr ins Mittelfeld anschliessend in die Verteidigung. Am Ende stand ich im Tor."


Sie kritisieren Ihre eigene Kommunikationsabteilung. Wurden Sie während der ganzen Medienkampagne, in welcher Sie der Korruption beschuldigt wurden, von niemandem beraten? "Ich hatte doch keine Chance; ich konnte an den Pressekonferenzen sagen, was ich wollte, aber niemand nahm es zur Kenntnis. Frei nach dem Motto: Die Botschaft hör ich wohl, aber sie interessiert mich nicht. Es herrschte eine vorgefasste Meinung, man wollte mich abschiessen. Das war es."


Was für eine Rolle spielten die Schweizer Medien in dieser Kampagne gegen Sie? "Das war eine Konspiration, um mich unwählbar zu machen. Die Schweizer Medien haben all die Vorwürfe nachgeplaudert."


Sie sprechen von einer Konspiration. Warum lassen sich die Medien Ihrer Meinung nach instrumentalisieren? "Ich bin eine Person, die niemanden kalt lässt. Entweder mag man mich oder man mag mich nicht. Ich bin nicht halb-halb'. Am Ende steht immer die Aussage: Er macht eine gute Arbeit, oder er macht gar nichts. Das ist immer eine Gratwanderung, bei der die veröffentlichte Meinung schnell auf eine Seite kippt."


Kann man ein Negativbild nicht mehr umkehren? Glauben Sie, dass die Medien alle Vorwürfe nachäffen und sich niemand getraut, eine andere Meinung zu vertreten? "In meinem Fall wagten sich nur wenige Medien auf meine Seite. Nach meiner Wahl war ich sogleich wieder der grosse Held."


Aber bereits bei Ihrer ersten Wahl zum FIFA-Präsidenten 1998 standen Sie im Mittelpunkt der Kritik. "1998 war aber eine kleine Sache im Vergleich zur diesjährigen Kampagne. 1998 war ich ein freigestellter Generalsekretär, der die Frechheit hatte, den gewählten UEFAPräsidenten Johansson anzugreifen oder, wie man im Wallis sagt, anzuspringen. Meine Gegner sagten, der macht das sowieso nicht. Am Ende wurde ich aber gewählt. Jetzt wollte mich aber die gleiche Gruppe weghaben. Das ist die Gruppe der schlechten Verlierer."


Trotzdem: 1998 beschuldigte Sie der Autor David A. Yallop in seinem mittlerweile verbotenen Buch "Wie das Spiel verloren ging" der Korruption. "Mit Büchern will sich jeder profilieren."


Die Weltwoche hat Ihnen vorgeworfen, dass die FIFA eigentlich konkurs sei. "Die KPMG hat uns ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die KPMG ist weltweit eines der führenden Wirtschaftsprüfungsunternehmen."


Viele Wirtschaftsprüfer kamen durch verschiedene Wirtschaftsskandale selber in die Kritik... "Sicher nicht die KMPG, das ist eine der solidesten Firmen überhaupt. Hören Sie, das ist genau das, was sich die Presse erlaubt: Irgendwer behauptet irgendetwas, und man ist wehrlos. Eine Zeitung schrieb über Carolina Müller-Möhl, sie sei schwanger, was aber nicht stimmte. Dagegen können Sie nichts tun."


Trotzdem: Die FIFA ist eine weltweite Organisation mit divergierenden Interessen. Da kann sowieso nicht immer alles reibungslos laufen. Was können Sie da machen? "In der Neuorganisation der FIFA wird die Kommunikationsabteilung direkt dem Präsidenten unterstellt. Das heisst: Ich werde mich persönlich um die Kommunikation kümmern. Diese Tätigkeit umfasst neben der Betreuung der gedruckten und elektronischen Medien auch die Public Relations, die Bereiche also, die das Image der FIFA prägen. Wir müssen das alles neu aufbauen."


Warum haben Sie das früher nicht selber gemacht? Das Image ist ja das A und O einer Organisation. "Das hat man mir ja vorgeworfen. Einer der Vorwürfe lautete, ich nähme dem Generalsekretär alle Arbeit weg. Dieser Brief, unterschrieben von drei Vizepräsidenten, zirkulierte um die ganze Welt. Das ist ja schizophren. Darin konnte man lesen, ich sei morgens um sieben im Büro und erledige die ganze Arbeit auch die des Generalsekretärs - mit meinen Adlaten. Zwei, drei Seiten später steht im gleichen Brief, ich reise immer in der Welt herum, verspreche allen Geld und sei nie im Büro. Sie sehen, so lief der Wahlkampf. Jetzt müssen wir aber einiges ändern. Dank der Weltmeisterschaft ist das Image der FIFA wieder gut. Der Kampf um unsere Glaubwürdigkeit, unseren Kredit geht weiter. Ich kann jetzt nicht mit den Schweizer Medien auf Konfrontation gehen und sagen: Ihr seid die letzten Leute!"


Sie betonen immer wieder Ihr Engagement für den Fussball. Am Ende reduzierte sich Ihre Tätigkeit in den Medien aber nur auf einen kleinen Fall: Sie gaben einem afrikanischen Schiedsrichter Geld, was schlussendlich als Korruption aufgefasst wurde. "Wer das so sieht, ist juristisch nicht durch. Warum soll das Korruption sein, wenn ich jemandem eigenes Geld gebe? Dieser Schiedsrichter kann mir gar nicht helfen. Helfen könnte mir höchstens der afrikanische Verband. Der Abdruck dieses Dokuments tat am Ende der FIFA weh."


Man hat den Eindruck, Sie sind immer noch stark verletzt wegen der Anschuldigungen. "Die Korruptionsvorwürfe sind hirnverbrannt. Nein, physisch und psychisch ging es mir gut, sonst hätte ich die ganze Angelegenheit nicht überstanden. Aber meine Seele hat unter der Medienkampagne gelitten. Wenn man 27 Jahre in einem Betrieb arbeitet, sich 27 Jahre für die Entwicklung des Fussballs einsetzt, und plötzlich wird einem vorgeworfen, man sei korrupt, tut es einem weh. Das schmerzt innerlich. Diese Vorwürfe sind so hirnverbrannt. Ein bekannter Professor schrieb in einem Gutachten, warum sollte ich ausgerechnet auf meine Mühle arbeiten, wenn ich Präsident bin? Warum soll ich dazu 27 Jahre warten?"


Hat es Sie verletzt, dass Ihnen der Bundesrat nicht zur Wiederwahl gratuliert hat? "Verletzt nicht - aber ein bisschen irritiert. Als Entschuldigung kam die Begründung, bei einer Wiederwahl werde nicht gratuliert. Da darf man einem Sportler, der zweimal gewinnt, beim zweiten Mal auch nicht mehr gratulieren. Doch gerade das macht man ja. Sogar wenn einer beim Pfeilwerfen Weltmeister wird, gratuliert die Regierung."


Glauben Sie, dass Ihr Image durch die Kampagne nachhaltig beschädigt ist; dass gewisse Vorwürfe hängen bleiben? "In den Fussballerkreisen, bei den Verbänden hat mein Image nicht gelitten, sonst hätte ich nicht so viele Stimmen gehabt."


Aber Sie hatten keinen starken Gegenkandidaten. "Meine Gegner glaubten noch am Vortag, sie würden zwischen 102 und 170 Stimmen erzielen. Am nächsten Tag war aber nichts mehr. Ein bisschen Taktik gehört dazu." (Blatter schmunzelt.) "Ich verlasse mich auf meine Intuition - Taktik und Strategie sind aber auch sehr wichtig!"


Einerseits sprechen Sie von Konspiration, andererseits betonen Sie immer wieder, dass man im Fussball eine grosse Familie sei. Nach Ihrer Wahl mussten sich alle Anwesenden die Hand geben. "Das werden wir sehen, ob wir wirklich eine grosse Familie sind. Drei der grossen Verbände Kamerun, Marokko und die Arabischen Emirate - kamen nach der Wahl zu mir, erklärten ihre Opposition und beteuerten, dass sie in Zukunft wieder mit mir zusammenarbeiten wollen. Afrikanische Politiker haben die Losung herausgeben, wenn ein Afrikaner als FIFA-Präsident kandidiere, solle man diesen auch wählen. Die Verbände sind kein Thema mehr. In der Schweiz und überall werde ich grossartig empfangen. Mit wenigen Ausnahmen; die Italiener versuchten mich wegen eines Schiedsrichters anzupöbeln, der Tages-Anzeiger forderte, ich solle zum Hungerlohn Fussbälle vernähen. Angespielt auf angebliche Kinderarbeit bei der Herstellung von Fussbällen. Das ist die Konsequenz meiner Popularität. Thomas Borer ist fertig - aber ich bin immer noch im Fussball tätig."


Trotzdem - Sie sind nach Ihrer glänzenden Wiederwahl völlig immun gegen Presseangriffe. In Zukunft muss man Ihnen alles doppelt beweisen. "Eine interessante Bemerkung. Die aufgerissene Wunde ist völlig vernarbt. Es heisst: Dem Blatter kann man alles anhängen, aber der ist immer noch da. Vor allem waren die Vorwürfe nicht bewiesen."


Das heisst, Sie sind jetzt nicht mehr angreifbar? "Es sei denn, ich würde einen riesengrossen Fehler machen. Wer viel arbeitet, macht ab und zu einen Fehler."


Inwieweit muss man als FIFA-Präsident bei diesen divergierenden Interessen ein guter Taktierer sein? "Ich kenne die FIFA und ihre Mechanismen seit 27 Jahren. Ich sah sie wachsen, kenne aber auch die verschiedenen Gruppierungen. Bereits als Generalsekretär hatte ich eine starke Stellung. Der damalige Präsident Joao Havalange war ein Patriarch und gab von Zeit zu Zeit seinen Segen. Ansonsten mischte er sich nicht in das Tagesgeschäft ein. Ich arbeite viel mit Intuition. Meine Strategie ist, Friede in der FIFA zu haben. Dafür muss ich projektgebunden vorgehen. Auch heute Morgen - an der Verlegertagung - wählte ich eine Strategie. Ich brachte den Zuhörern den Schmus. Einer der Journalisten meinte anschliessend: Wir haben Ihre Medienschelte schon verstanden, aber sie war schön verdeckt!"


Wie sehen Sie jetzt die Schweizer Medien in einer internationalen Rangliste? "Ich klassiere nicht. Aber ich kann nur so viel sagen: An umgekehrter Stelle wie in den FIFA-Coca-Cola Rankings." (Blatter lacht.)


Noch ein paar Stichworte zu sportlichen Ereignissen. Hat die Fussball-Europameisterschaft in der Schweiz und Osterreich eine reelle Chance? "Ich kann nur sagen, die Kandidatur ist eine starke Kandidatur. Sie machen es gut. Die Organisatoren bauen ein gutes Beziehungsnetz auf. Ich habe soeben mit Ralf Zloczower, dem Präsidenten des Schweizer Fussballverbandes, darüber gesprochen. Die Fussball-EM hat sicher mehr Chancen als eine mögliche Olympiakandidatur von Bern."


Ansonsten sagt man, die Schweiz sei im weltweiten Lobbying eher dilettantisch - Stichwort Sion 2006. Jeder glaubte, die Sache sei gelaufen, doch am Ende siegte Turin. "Das ist etwas anderes. Ich war vor Adolf Ogi der erste Präsident des Kandidaturkommitees von Sion 2006. Als ich zum FIFAPräsidenten gewählt wurde, gab ich mein Amt ab. Olympische Spiele kann man keineswegs mit Fussballmeisterschaften vergleichen. Da spielen andere Kräfte. Die Winterspiele sind sehr stark abhängig vom amerikanischen Fernsehen; rund 70 Prozent der Einnahmen stammen von NBC, einer der grossen Gesellschaften. Die Amerikaner interessieren sich vor allem für Eissportarten. Das bringt Einschaltquoten. Am beliebtesten dabei ist Eiskunstlauf - viel mehr als Eishockey. Skirennen oder die nordischen Disziplinen interessieren die Amerikaner kaum. Warum also Turin? Die Familie Agnelli in Turin, IOC-Mitglied Henry Kissinger und die NBC haben sehr engen Kontakt. Der Präsident des italienischen Fussballverbandes hat mir nahegelegt, mich nicht um die Olympiakandidatur zu kümmern. Ich sei Fussballpräsident. Ansonsten bekäme ich keine Unterstützung der Italiener mehr."


Wie ist dann der Einfluss von Adolf Ogi im internationalen Sport? Ihr Verhältnis hat nach der Nichtnomination von Adolf Ogi ins IOC stark gelitten. "Ja, als Uno-Sonderberater für Sportfragen hat Dölf einen grossen Einfluss. Man muss ihn einfach richtig miteinbeziehen. Unser Verhältnis ist wieder gekittet. Ich habe ihn gerade am letzten Freitag getroffen."


Was für Kräfte spielen jetzt im internationalen Sportgeschehen? "Ich bin in meiner Funktion als FIFA-Präsident seit 1999 auch Mitglied des TOC. Bei der Vergabe der Olympischen Spiele haben die nationalen Interessen sowie das verbundene Prestige einen viel grösseren Stellenwert als bei Fussballmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen gibt es so genannte Key Player wie Fernsehanstalten. Das ist eine grosse Macht. Im Fussball gibt es das nicht. Jeder Fussballverband hat eine Stimme. Unsere Marketingpartner - die meisten stammen aus den USA und Asien haben noch nie versucht zu intervenieren. Bei einem Entscheid, ob die Spiele etwa in Afrika stattfinden oder nicht, bleiben sie neutral. Die IOC-Mitglieder stimmen auch individuell ab."


Jetzt sind über 20 internationale Sportverbände in der Schweiz. Wird das auch in der Zukunft so sein? "Solange wir nicht in der EU sind: sicherlich! (Blatter lacht.) Es gibt zwei Gründe, warum die gerne in der Schweiz sind. Zum einen ist die Schweiz ein sehr, sehr sicheres Land auch in finanzieller Beziehung. Zum andern benötigt ein Verband vielsprachige Mitarbeiter. Kein anderes Land hat ein solches Potenzial an so gut ausgebildeten Arbeitskräften wie die Schweiz. Sie sehen, mit Politik hat dies wenig zu tun."


Aber haben Sie nie den Neid des Auslands gespürt? Gerade bei der FIFA sind weit über die Hälfte Schweizer. (Blatter schweigt lange.) "Nein, solchen Neid habe ich wirklich nie gespürt. Wenn Zürich das Ausländerkontingent lockern würde, hätte die FIFA auch mehr ausländische Angestellte.


"Was Joseph Blatter in St. Moritz nicht sagte:

Die ungehaltene Rede: "Zwischen Sturm und Verteidigung - ich und die Medien"

"Zwischen Sturm und Verteidigung - ich und die Medien" - das ist ein reizvoller Titel für einen Mann, der nicht nur als Fussballspieler, sondern auch in seiner privaten beruflichen Karriere stets das Stürmerblut in sich spürte. Der mit diesem Stürmerblut manch eine Verteidigung überspielen musste, der mit offensiver Einstellung einiges bewegt und vielleicht auch erreicht hat. Der das Spiel mit den Medien zwar nie völlig beherrscht, aber dennoch immer geliebt hat und übrigens weiterhin liebt. Der nun aber erleben musste, dass Medien bereit sind, auch eine Vernichtungskampagne zu führen. Und der vor allem erleben musste, dass es in diesem Spiel, anders als im Fussball, keine Schiedsrichter gibt, die ein Foul pfeifen und damit versuchen, die Gerechtigkeit wiederherzustellen, von gelben und roten Karten ganz zu schweigen. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich kein wehleidiger Typ bin. Dass ich einstecken und auch vergessen kann. Dass mich das Heute mehr interessiert als das Gestern und das Morgen noch mehr als das Heute. Aber ich muss Ihnen hier in idyllischer Umgebung gestehen, dass ich infolge der Medien das menschlich und beruflich härteste Jahr meines Lebens hinter mir habe. Ein Jahr, das mir an die Substanz ging und von dem ich mich noch nicht richtig erholt habe. Ein Jahr, in dem mir die Medien härter zugesetzt haben, als ich mir das je hätte vorstellen können. Wir werden wohl im Laufe der heutigen Zusammenkunft noch viel Grundsätzliches, Salbungsvolles, Philosophisches und Theoretisches über die Medien vernehmen, von vierter Gewalt, von Schutz der Demokratie, von Kontroll- und Aufsichtsfunktionen, vielleicht auch von Freiheit und Gerechtigkeit und weiss nicht was alles zu hören bekommen, wenn Medienvertreter unter sich sind. Jeder fühlt sich ja schliesslich als grosser Ethiker. Medienschaffende wollen, noch mehr als andere, gute Menschen sein. Und Verleger würden ebenso wie Journalisten niemals zugeben, dass sie letztlich nichts anderes tun müssen als Produzenten von Autos, Waschmitteln und Kühlschränken, nämlich eine Ware verkaufen. Ich werde nichts dergleichen zu sagen haben. Ich kann leider nicht von ethischen Werten und staatspolitischen Aufgaben der Medien reden, sondern von brutalen, voreingenommenen, manipulierten, diffamierten, faulen und vor allem inkompetenten Medien beziehungsweise Medienvertretern. Und weil ich nicht abstrakt philosophiere, sondern konkret erzähle, kann ich alle meine Ausführungen belegen. Ich kann lückenlos darlegen, wie die Kampagne gegen mich vor allem in England, Deutschland und in der Schweiz aufgebaut, dirigiert und einem Höhepunkt zugesteuert wurde. Und ich kann Ihnen auch zeigen, wie blitzartig sich die Kampagne in nichts aufgelöst hat, nachdem ich in Seoul mit dem Ergebnis von 139:56 Stimmen in meinem Amt als FIFA-Präsident bestätigt worden bin. Glücklicherweise kann ich Ihnen - das möchte ich betonen aber auch einige Beispiele positiven journalistischen Schaffens nennen, Beispiele von redlichen Journalisten, die sich um die Fakten bemühten, bevor sie die Urteile fällten. Ich werde später darauf zurückkommen. Sie alle haben verfolgen können, wie ich während der Jahre 2001 und 2002 in den Medien angegriffen worden bin. Wie mir Misswirtschaft, Korruption, Nepotismus, Vernachlässigung der Amtspflichten, ja sogar kriminelle Tatbestände unterstellt worden sind. Das ging so weit, dass meine politischen Gegner in Seoul sogar während der Kaffeepause des FIFA-Kongresses, bevor ich gewählt wurde, Zeitungsausschnitte mit Anklagen gegen meine Person unter den Delegierten verteilten. Es gibt wohl nur wenige Persönlichkeiten, die vor einer Wahl derart um einen neutralen Ausdruck zu gebrauchen - hart attackiert worden sind, wie es mir widerfuhr. Bemerkenswert war auch, dass sich die Medien nur mit mir und niemals mit dem Gegenkandidaten Issa Hayatou beschäftigten. Mein Gegner war überhaupt kein Thema. Vielleicht liegt Kamerun selbst für noch so kritische Journalisten ganz einfach zu weit weg, vielleicht war es aber auch schlicht viel bequemer, sich auf gezielte Informationen aus meinem gegnerischen Lager zu stützen, um das Untergangsszenario der FIFA zu verbreiten. Was aber bis zum heutigen Tag alle verblüffen müsste: Kaum war ich gewählt, herrschte wieder Ruhe im Walde. Von einem Tag auf den anderen war ich nicht mehr ein übler, korrupter, die FIFA in den finanziellen Ruin führender Präsident, sondern offensichtlich wieder ein ganz normaler Amtsinhaber. Wie kann es sein, dass die Medien von einem Tag auf den anderen ihr Interesse an der angeblich so korrupten, üblen, verderblichen Amtsführung des Sepp Blatter verlieren? Wie glaubwürdig sind Medien, die bis zur Wahl den Weltfussball in höchster Gefahr sehen, falls der Sepp Blatter wiedergewählt wird, die aber schon am Tag nach der Wahl und nach einer monatelangen Kampagne gleich wieder zur Tagesordnung übergehen? Wie kann eine SonntagsZeitung vor der Wahl schreiben, die FIFA werde Ende 2002 mit 1,6 Milliarden Franken in der Kreide und vor dem Konkurs stehen, und nach der Wahl diese zugegebenermassen absurde - These gleich stillschweigend begraben? Wie kann eine Weltwoche vor der Wahl monatelang wiederholen, die FIFA habe, vor allem wegen des dubiosen Führungsstils ihres Präsidenten Blatter, beim Konkurs ihres Marketingpartners ISL/ISMM Hunderte von Millionen Franken verloren, und auch diese ebenso abwegige These stillschweigend begraben, nur weil ich wiedergewählt worden bin? Wie seriös arbeiten Journalisten eines Verlages, wenn die Wirtschaftsredaktion der Werktagsausgabe und die Redaktionsleitung der Sonntagsausgabe bei gleicher Faktenlage zu einer völlig anderen Auffassung kommen als die Sportredaktion? Wie kann eine Zeitung, die ernst genommen werden will, einen von Kenntnissen völlig unbefleckten Römer Korrespondenten auf das Thema FIFA, UEFA und Wahlkampf ansetzen? Staunen musste ich auch, wie ein grosser Teil der Westschweizer Presse völlig kritiklos die Anschuldigungen übernahm und verbreitete, die mein früherer Generalsekretär ihr diktierte. Wie kann es kommen, dass aufgrund von ganz banalen Zahlen und Fakten das Pendel in den Medien zwischen Untergang des Fussballs und Courant normal ausschlägt? Denn die Zahlen, die ich vorlegte, waren vor der Wahl die gleichen wie nach der Wahl. Die Zahlen haben offensichtlich die Fantasie einiger Journalisten entweder zu sehr angeregt oder schlicht überfordert. Das Gegenteil fand bei der NZZ statt: Der Sportchef, der mir gegenüber seit Jahren keineswegs unkritisch eingestellt ist, liess den ausführlichen Geschäftsbericht der FIFA von Wirtschaftsredaktoren durchsehen. Gründe, die Alarm- oder gar Konkursglocken läuten zu lassen, fanden diese offensichtlich nicht. Apropos Konkurs: Der Konkurs des früheren FIFA-MarketingPartners ISL/ISMM war bis zum Grounding der Swissair die wohl grösste Wirtschaftspleite unseres Landes. In kürzester Frist wurde über eine Milliarde Franken an die Wand gefahren. Für die Medien war die Analyse einer derart monumentalen Pleite seltsamerweise kein Thema. Die Verweigerungsstrategie der ISL-Manager gegenüber den Medien hatte Erfolg. Weil die kläglich gescheiterten Manager keine Auskünfte und schon gar keine Interviews gaben, wurden sie von den Medien in Ruhe gelassen. Stattdessen wurde mir, beispielsweise in der Weltwoche und in der Wirtschaftsredaktion des Tages-Anzeigers, regelmässig unterstellt, ich würde das wahre Ausmass des Konkursschadens der FIFA verschleiern. Dies von Journalisten, die offensichtlich weder über den Inhalt der FIFAVerträge, die Hintergründe der monumentalen Pleite, noch über den Ablauf eines Konkurses Bescheid wussten. Es war überhaupt frappierend, mit welcher Lockerheit - um nicht zu sagen: Dreistigkeit - in diesen bewegten Monaten mit Zahlen, Fakten und Forderungen umgegangen worden ist. "Blatter vor dem Sturz" frohlockte etwa der Spiegel. Ich hätte vom damaligen FIFA-Generalsekretär "Hunderte von Dossiers ferngehalten", war eine weitere Behauptung. Mein Salär soll 4,5 Millionen Euro pro Jahr betragen, spekulierte in Deutschland "Die Welt". Leider entspricht diese Zahl nicht der Wahrheit. Und als mein Salär längst bekannt und in verschiedenen Medien publiziert worden war, forderte der Chefredaktor der Sonntags Zeitung in einem Kommentar immer noch unentwegt vom Weltfussball Transparenz und von mir die Bekanntgabe meines Gehalts. Mein Gehalt schien überhaupt ein zentrales Thema der gesamten Kampagne zu sein. Ich gebe es an dieser Stelle gerne nochmals bekannt, wenn ich im Austausch die Salärbeispiele der Chefredaktoren - bei allem Transparenzgeschrei der Medien nach wie vor ein bestens gehütetes Geheimnis - erfahren kann. Das Thema Blatter und seine Präsidentschaft bewegte offenbar zumindest in Mitteleuropa alle. Und je weniger die Bewegten vom Geschehen innerhalb der FIFA Bescheid wussten, desto grösser waren die Worte der Kritik. Jeder durfte und jeder konnte, notfalls unter dem Titel persönliche Kolumne, in den Medien bekanntlich ein anerkannter Freipass für die Verbreitung persönlich gefärbter Ignoranz. So liess sich im Magazin des Tages-Anzeigers der Kulturschaffende Urs Widmer wortwörtlich vernehmen, die FIFA sei ein "megalomaner Sauhaufen", wo eine Hand die andere wäscht und jeder Fuss in jeden Hintern tritt. Wo ein jeder Fussball sagt und Geld meint. Und dass der Blatter der Letzte sei, der das ändern wolle. Der Poet Urs Widmer beruft sich auf "viele Kenner des Fussballs eigentlich alle ausser Franz Beckenbauer und Michel Platini". Und Fussballkenner Urs Widmer fordert zugleich ein Ende mit Schrecken für die FIFA. Um dieses Ende herbeizuführen, sei ich, der Blatter, der geeignete Mann. Immerhin wähnte er Platini und Beckenbauer auf meiner Seite. Wenigstens etwas. Der eine wurde Europameister, der andere Weltmeister. Den Nobelpreis für seine Literatur kann sich Urs Widmer mit seinen Kolumnen immer noch holen. Was würden Sie sagen, wenn ich aufgrund meiner Erfahrungen oder ganz einfach aus einer persönlichen Laune heraus schreiben oder sagen würde, eines der Unternehmen, das Sie hier vertreten, sei ein megalomaner Sauhaufen, eine Hand wasche dort die andere und jeder trete den anderen in den Hintern? Jeder rede zwar ständig von Pressefreiheit, aber meine dabei nur Geld? Und dass der Verleger der Letzte sei, der das ändern möchte? Der Tages-Anzeiger forderte vor ein paar Tagen in grossen Buchstaben, ich solle "zum Hungerlohn Fäden vernähen". Angespielt wurde auf angebliche Kinderarbeit bei der Herstellung von Fussbällen, ein bei den Medien beliebtes Thema, das die FIFA mit den Ball-Produzenten seit Jahren bearbeitet und auch weit gehend unter Kontrolle hat. Aber lassen Sie mich eine Offerte machen: Ich gehe nach Pakistan Fussbälle nähen, sofern Michael Ringier und Hans Heinrich Coninx gleichzeitig in Bangladesch Altpapier sammeln. Meine Damen und Herren, ich sollte gemäss dem mir vorgelegten Thema vor Ihnen über meine Erfahrungen zwischen Sturm und Verteidigung referieren. Der Sturm, der durch die Medien über mich hereingebrochen war, ist damit kaum gemeint. Und der Sturm, den ich gerne anführen möchte, war es auch nicht. Tatsächlich befand ich mich nur in der Verteidigung. Noch viel schlimmer: Ich kam kaum aus dem 16-Meter-Raum heraus, der für mich zum veritablen Strafraum wurde. Ich hatte gegenüber den Medien kaum Luft für ein paar Befreiungsschläge. Dazu ein typisches Bespiel: Das Schweizer Fernsehen bat um die Möglichkeit, über mich ein Porträt zu machen. Der Reporter kam nach Mali, um mich beim African Cup of Nations zu filmen. Durch puren Zufall stiess der Reporter in Mali auf den Engländer Andrew Jennings, seit Jahren ein besonders heftiger Kritiker des TOC und der FIFA, wobei er vor allem meine Person im Auge hat. Jennings führte den Reporter von Fernsehen DRS im Eilverfahren in die Welt der Sportkritik ein, und heraus kam ein Porträt, das für mich alles andere als schmeichelhaft war. Damit konnte und musste ich leben. Auch mit der x-fachen Ausstrahlung eines anklagenden Interviews des Schweizer Fernsehens mit einem afrikanischen FussballFunktionär, dessen Rolle nie auch nur im Ansatz hinterfragt worden war, konnte und musste ich leben. Das Schweizer Fernsehen hatte ja bekanntlich beim FIFA-Kongress kein Stimmrecht. Was mich aber bedenklich stimmte, war die grundsätzliche Geisteshaltung des Reporters. Als der Linienflug Bamako-Paris der Air France ausfiel und wir, darunter rund 15 FIFA-Mitglieder, darunter der Chefarzt einer Zürcher Klinik, nicht noch zwei Tage wartend im schönen Mali verweilen wollten, organisierten wir über unsere Fussballbeziehungen einen Charterflug. Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir den gleichermassen wie wir gestrandeten Reporter des Schweizer Fernsehens auch mitnahmen. Umso erstaunter waren wir, als sich der Journalist in der besagten Reportage sogar noch über diesen Heimflug in kritischer Weise lustig machte und dabei nicht einmal die Fakten richtig darstellen konnte. Hauptsache, der Blatter und die FIFA sehen wieder einmal möglichst schlecht aus! Wer die Medien - oder zumindest einen grossen Teil davon gegen sich hat, kommt aus der Verteidigung nicht heraus. Das haben schon andere erleben müssen. Entweder bleibt er gleich auf der Strecke, wie zum Beispiel vor Jahren der frühere Botschafter in Washington, Carlo Jagmetti, oder der angegriffenen Person droht schwerer beruflicher und gesellschaftlicher Schaden, wie dies heute Thomas Borer, auch er ein ehemaliger Botschafter, widerfahren könnte. Die Variante, dass ein zu Unrecht angegriffener in den Medien im gleichen Stile rehabilitiert wird, wie er kritisiert oder niedergemacht wurde, habe ich noch nie gesehen. Dass ein Medienorgan oder Journalist sagt "Sorry, lieber Leser, da war nichts, wir haben uns geirrt", diese Form der Entschuldigung gibt es nicht. Das höchste der Gefühle ist bekanntlich die Gegendarstellung, ein jämmerlicher Ausweg im Vergleich zu dem, was ein Angegriffener alles ertragen muss. Die Frage, woher diese ungestüme Lust an der Kritik kommt, habe ich mir mehrfach gestellt. Ein Grund dafür ist sicher die Tatsache, dass die Medien nie die Verantwortung für ihr Tun übernehmen müssen. Es gibt keine andere Berufsgattung, die auf derart leichtfertige Weise Schaden anrichten kann, ohne dafür gerade stehen zu müssen. Da hilft nicht einmal die Justiz, wenn man sich etwa vor Augen hält, dass man Bürger zu Unrecht als Steuerhinterzieher darstellen kann und dabei von den Richtern erst noch geschützt wird, wie das vor einigen Tagen vor dem Zürcher Obergericht geschehen ist. Mein Fall ist, was die Auswirkungen betrifft, kein typischer Fall. Es war zwar ein Fall, aber ich kam nicht zu Fall. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Angriffe der Medien mit mehr oder weniger Gelassenheit durchzustehen und mich an jenen Organen zu trösten, die sich um Faktentreue bemühten wie die bereits einmal genannte NZZ. Auch der Blick stand hinter mir, weil er die Auffassung vertrat, dass es einer Schweizer Zeitung nicht schlecht ansteht, wenn sie einen Schweizer im Kampf um einen der wichtigsten Posten im Weltsport gegen einen Kameruner unterstützt. Eine Haltung, die bei der grundsätzlichen Bereitschaft der Schweizer Medienschaffenden, im Zweifelsfall gegen die Schweiz Stellung zu beziehen, alles andere als selbstverständlich war. Das Resultat kennen Sie. Der Sepp Blatter wurde, trotz lauter und heftiger Kritik von innen und aussen bis wenige Minuten vor der Wahl, wiedergewählt. Bitte betrachten Sie mich nach all dem, was ich Ihnen heute gesagt habe, nicht als wehleidig. Wenn ich wehleidig wäre, würde ich mich hüten, gegen die Medien etwas zu sagen, denn die Rache der Medien an ihren Kritikern ist jeweils so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber heute hatte ein von den Medien schwer getroffener Zeitgenosse die einmalige Chance, den versammelten Bossen dieser Medien Bericht zu erstatten und eine kleine Einsicht zu geben in Ereignisse, wie sie sich in den vergangenen anderthalb Jahren zugetragen haben. Nicht jeder erhält eine solche Chance, und wenige dürfen sich erlauben, eine solche Chance zu nutzen. Vielleicht ist es mir gelungen, einige Leute in diesem Raum etwas nachdenklich zu stimmen. Vielleicht dringt aus dieser Versammlung eine Botschaft durch, die danach bis in die Redaktionsstuben durchsickert: Fair Play, please, ganz wie auf dem Fussballfeld. Und etwas mehr Fachkompetenz. Etwas mehr Gelassenheit und weniger Emotionen. Mehr Kopf und weniger Bauch. Mehr Klarsicht und weniger missionarischen Eifer. Das Ergebnis wäre keineswegs ein schlechter Journalismus. Das Ergebnis wäre vielmehr ein Journalismus, der besser ist. Ein Journalismus, der nicht nur kopflos stürmt und angreift, sondern auch verteidigt. Und zwar das, was er jeden Tag durch ungestüme Angriffe zu verlieren droht: seine Glaubwürdigkeit, seine Fachkompetenz, sein Ansehen, seine Transparenz. Man kann es auch auf ein einziges Wort reduzieren: seinen Anstand. Alles Eigenschaften, welche Journalisten täglich von der ganzen Welt fordern: von Politikern, Militärs, Wirtschaftsführern, Sportlern und Kulturschaffenden, von allen, über die sie berichten. Die Frage, die ich mir aufgrund meiner Erfahrungen heute zu stellen erlaube: Warum nicht auch von sich selbst?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.