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Berater sind Helfer auf Abruf


von Marcus Knill

Berater

Berater sind dann hilfreich, wenn sie anderen helfen können, sich selber zu helfen. Der Ausspruch "Hilfe zur Selbsthilfe" darf nicht zu einer hohlen Aussage verkommen. In der Praxis zeigt sich, dass es nicht wenige Berater gibt, welche die Angewohnheit haben, sich unentbehrlich zu machen. Wie können nun Aussenstehende und Kunden die "Spreu vom Weizen" trennen? Es gibt eindeutige Kriterien, die bei einer guten Beratung erfüllt sein müssen:


  1. Gute Berater arbeiten projektbezogen und praxisorientiert
  2. Sie sind Generalisten und Spezialisten
  3. Sie sind diskret und vertrauenswürdig (Keine Information darf andernorts verwendet werden)
  4. Ohne Einwilligung geben sie die Referenzen nicht bekannt
  5. Sie beleuchten und analysieren praxisorientierte Interaktionsprozesse
  6. Sie sind zu einem erfolgsabhängigen Honorierung bereit
  7. Sie verfügen über soziale-, wie auch fachliche Kompetenzen
  8. Durch die Beratung werden eigene Potentiale freigesetzt
  9. Durch die Beratung werden Projekte beschleunigt


Kontrollieren Sie die Berater!

  • Bringt die Beratung im Alltag eine Verbesserung?
  • Briefen sie den Berater!
  • Werden offene Fragen und Probleme konkret angegangen?
  • Werden Entscheidungsprozesse beschleunigt?
Gute Berater nisten sich nicht in Institutionen ein, so wie die Maden im Speck.
Wenn der Transfer in den Alltag nicht erfolgen kann, so lohnen sich weder Aufwand noch Kosten.





Agieren statt nur analysieren

Jahrelang stand bei Beratungsprozessen die Selbstfindung, die Selbstserfahrung im Vordergrund. Anstatt Prozesse konkret anzugehen, wurde wie bei Therapien mit Rückspiegeln gearbeitet und vor allem Ursachenforschung betrieben. Der Wandel vom Couch zum Coach wird bei der heutigen Beratung allmählich spürbar. Es wird vermehrt nach vorne geschaut. Gefragt sind Navigationsinstrumente, die Beratende befähigen, selbst über die Runden zu kommen ohne unablässige Fremdhilfe.
Im Zeitalter des Beratungsbooms (z.B. Kommunikation, Finanzen, Krisen, Konflikte, Zeitmanagement usw.) hat sich bei den kompetenten Beratern das "Sowohl als auch" Denken durchgesetzt. Es geht nicht mehr um das "Entweder oder" Denken z.B. Musse oder das Muss (Hobby oder Arbeit) z.B. Privates Leben oder Beruf Analysieren oder Agieren Selbstbeurteilung oder Fremdbeurteilung. Eigene Schwächen akzeptieren oder Mängel konsequent beheben. Entspannung oder Stress Frau oder Mann. Mobilität oder Beständigkeit (siehe den Beitrag "Balance").

Gefragt ist in erster Linie das "Sowohl als auch" Denken. In einer hilfreichen Beratung werden Wege gesucht, die der Beratende selbst beschreiten kann. Wege, die zu einer Selbstoptimierung führen. Die erarbeiteten Navigationsinstrumente ermöglichen den Ausgleich von Gegensätzen. dh. ein Balancing. Nur jene Menschen, die Gegensätze "unter einen Hut" bringen können, sind letzlich fähig, selbständig den Alltag zu meistern.




Fazit: Berater helfen auf Abruf und verstehen sich vor allem als "Helfer zur Selbsthilfe".




K+K kann Ihnen Berater vermitteln, die auch zu Helfern in diesem Sinne werden.





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