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Arthur Schopenhauer, (1788-1860)


Kurzbibliographie

Bild von A. Schopenhauer Arthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in Danzig (heute Gdansk, Polen) geboren. Bis zum Tode seines Vaters im Jahre 1805 wurde er privat unterrichtet. Von 1805-1807 erwarb er sich in Gotha und Weimar das nötige Rüstzeug, um die Universität in Göttingen zu besuchen. Er wechselte dort nach anfänglichem Medizinstudium zur Philosophie, wo er sich zuerst auf Plato und Kant konzentrierte. Nach Aufenthalt an der Universität in Berlin, erwarb er sich sein Doktorat in Philosophie von der Universtät von Jena.


Der Orientexperte Friedrich Majer, ein Schüler von Johann Gottfried Herder, führte in in die Lehre des indischen Altertums ein. Dies hatte einen tiefen Einfluss auf sein Denken und machte ihn zum ersten Europäischen Denker, der die indische Philosophie zu erfassen begann. Er glaubte dass die Upanisaden, zusammen mit den Philosophien von Plato und Kant die Grundlage bildeten, auf dem sich die Darstellungsphilosophie beruhen könne. Er widmete sich seinem Grosswerk Die Welt als Wille und Vorstellung bis im Jahre 1819.


Im Jahre 1820 begann Schopenhauer an der Universität von Berlin zu lehren. Als Antagonist von Hegel legte er seine Vorlesungen vorsätzlich zur gleichen Zeit wie diejenigen vom berühmten Hegel - was jedoch die Folge hatte, dass weniger und weniger Studenten seine Vorlesungen besuchten... Hegels Lehre nannte er unter anderem 'Philosophie des absoluten Unsinns', oder 'Tollhäuslergeschwätz', Hegel selbst einen 'Unsinnschmierer' oder einen 'geistiger Kaliban'. Verbittert auch von der Tatsache, dass sein Buch kein grosses Echo fand, wandte er sich kleineren Aufgaben zu und beendete schliesslich seine Karriere als Universitätsprofessor um sich zurückgezogen als 'Misantrop' seinen Studien und Schriften zu widmen. Er starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main.


Werk: Über Sehen und Farbe (1815) Die Welt als Wille und Vorstellung (1819, 1844) Über den Willen der Natur (1936) Die zwei Grundprobleme der Ethik (1841) Parerga und Paralipomena (1851) (= "kleinere Werke und Überreste")


Quellen: "Schopenhauer, Arthur" Britannica Online. Arthur Schopenhauer oder Introduction to A. Schopenhauer (Online Kurzbiographien) Wilhelm Weischedel: 'Die philosophische Hintertreppe', Taschenbuch, DTV Verlag, 1975


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