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Der US-Nachrichtensender CBS brach in der Nacht von Mittwoch auf
Donnerstag 21/22. April, 2004 ein Tabu. Der Sender strahlte die
letzten Bilder der 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommenen
Prinzessin Diana aus. Ein unscharfes Bild zeigt die Prinzessin
nach dem Autounfall in Paris im August 1997 mit offenbar
blutüberstömtem Kopf, wie sie im Autowrack von
einem Arzt behandelt wird. Die undeutlichen und grobkörnigen
Schwarzweissaufnahmen vom Unfallort stammen nach CBS-Angaben aus
vertraulichen französischen Ermittlungsakten.
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Der Tabubruch löste heftige Reaktionen aus. Andere Medien hatten die
Veröffentlichung der Bilder bislang gescheut und die Aktion von
CBS am Donnerstag einhellig als geschmacklos verurteilt.
Auf größte Empörung ist die Ausstrahlung von Bildern
der sterbenden Lady Diana in England gestossen. Die CBS Bilder stammen aus den
Ermittlungsakten der französischen Behörden. Wie CBS an die
Unterlagen gelangte, ist unbekannt. Die bewusstlose Prinzessin ist auf
den Bildern teilweise in Nahaufnahme zu sehen.
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Nicht nur die Familie von Lady Diana Spencer ist empört über
die Ausstahlung der Bilder. Ihr Bruder Lord Spencer sagte, dies sei Ekel
erregend. Weder Prinz Charles, Ex-Mann der verstorbenen Prinzessin, noch
ihre gemeinsamen Söhne Wiliam und Harry oder andere Mitglieder des
englischen Königshauses reagierten auf die Ausstrahlung der letzten
Bilder von der sterbenden Diana.
Medien in aller Welt beurteilten die Veröffentlichung der
Bilder als geschmacklos. Bisher galt es unter den Medien als Tabu,
die teils drastischen Bilder von Personen an einem Unfallort zu
veröffentlichen.
Alle Personen haben ein Recht auf Wahrung des
Persönlichkeitsschutzes. Bis jetzt hatte sich die meisten Medien
an den Grundsatz gehalten, dass verunfallte Menschen und kranke Menschen
nicht gezeigt werden dürfen, wenn die Person erkannt werden kann
vor allem bei Nahaufnahmen. Selbst das "Bild" hat nur Zeichungen
der Bilder veröffentlicht.
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