Das Treffen in London als "Friedensgipfel" zu bezeichnen, ist schon etwas
dicke Post. Es ist eine Koalition von Politikern, die weiter Krieg wollen. Es war
ein Kriegsgipfel. Zu einem Friedensgipfel brauchte es beide Parteien. Das
war schon
auf dem Bürgenstock
pure Propaganda. (Auch diese Konferenz hat ausser Spesen nichts gebracht sondern im
Gegenteil den Krieg noch verschlimmert.)
Unterdessen sterben jeden Tag Menschen auf dem Schlachtfeld, die Ukraine
veliert jeden Tag noch mehr Gebiet. Die Inszenierung in Londen
wurde erstaunlich schnell organisiert. Und praktisch alle Medien jubeln
dieser Propagandashow zu. Es geht mehr um eine Inszenierung, nicht um Krieg und Frieden.
Es ist
"Virtue signalling"
par excellence: das Zuschaustellen moralischer Werte.
England, Deutschland oder Frankreich werden kaum Truppen in die Ukraine verlegen.
Es wäre auch ein verstörendes Bild, wieder einmal Franzosen oder
Deutsche Soldaten in diesem Bereich der Welt sterben zu sehen.
Auch über die Milliarden von Steuergeldern, die weiter gebraucht würden und kaum
zurückkehren wüden, wird geschwiegen. Die Tatsachen an der Front werden
ignoriert. Es war in London offensichtlich eine Gelegenheit zu zeigen, dass man in Europa
etwas machen will. Es wird wohl dazu kommen müssen, dass der Krieg ganz
verloren geht, oder dann dass er zu einem grösseren Krieg zwischen
Europäischen Ländern und Russland ausmündet, oder noch schlimmer zu einem
Weltkrieg. Ein paar Jahre mehr Krieg wird auch zu einem weiteren wirtschaftlichen Abstieg
führen. Vor allem von England, Frankreich und Deutschland.
Die Politiker müssen die Konsequenzen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht selber tragen, viele von ihnen
werden in Kürze abgewählt oder sind schon abgewählt, wie Scholz. Das Propagandabild jedoch
wirkt. Es signalisiert symbolische Geschlossenheit. Der strategisch und moralisch richtige
Entscheid wäre, mit Russland zu reden und den Krieg so schnell wie möglich zu
beenden. Die Realität ist, dass der Krieg nicht gewonnen werden kann. Die USA sehen
das ein, die Europäer sind noch in Verleugnung. Man verliert jede Woche an
Territorium (und viele Menschen) und das seit Jahren, auch mit Amerikanischer Hilfe.
Als ich nach Jahren nochmals den authentischen Bericht von Peter Bamm
"Die unsichtbare Flagge" gelesen habe, wurde mir bewusst: Die
detaillierten Beschreibungen Bamms als Chirurg und Militärarzt
an der Front der Deutschen bei ihrem Angriffskrieg in der Ukraine
(2. Weltkrieg) lässt uns den aktuellen grauenhaften Krieg gegen
den Angreifer Putin in einem anderen Licht erscheinen. Wer ist sich
heute noch bewusst, dass im zweiten Weltkrieg die russische Ukraine
von den Deutschen in einem Angriffskrieg erobert wurde und gegen Ende
des Weltkrieges von den Russen wieder zurückerobert werden konnte.
Der aktuelle Angriffskrieg Putins wird in den Medien nie aus der Sicht
der Russen beschrieben. Wer dies wagt, wird als "Putinversteher"
gebrandmarkt. Dass Kennedy in der Kubakrise beinahe einen Atomkrieg
ausgelöst hat, weil er die Bedrohung mit Raketen gleichsam vor der
Haustüre nicht zulassen wollte, ist wohl nur noch Wenigen bekannt.
Dass auch Putin die NATO vor seiner Haustüre als Bedrohung empfindet,
müsste eigentlich einleuchten. Die realistische Beschreibung der
Verletzten im zweiten Weltkrieg verdeutlichte mir,
dass heute alles getan werden muss, dem Blutvergiessen ein Ende zu
setzen. Unverständlich, dass all jene die beim dreijährigen
Krieg noch an einen Sieg gegen Russland glauben, sind sich nicht bewusst
sind, welch enormes Leid ein Krieg bringt. Zumal ein Sieg gegen Russland
aussichtslos ist. Die Fratze des Krieges ist in der Ukraine heute so
hässlich, wie an der Front beim Angriffskrieg der Deutschen im
zweiten Weltkrieg an der Krim.
Erkenntnis: Es gibt nur einen Weg zum Frieden: Frieden mit Kompromissen.
Nachtrag vom 4. März: Ich habe heute die Pressemitteilungen durchgekämmt und gelesen, dass Europa
die Ukrainische Armee mit vereinten Kräften unterstützen könnte,
so dass das Land sich noch weitere sechs Monate verteidigen könnte. [Beipiele:
1)
Ein Beispiel:
Van der Leyen legt Plan von 800 Milliarden Euro für die Europäische Verteidigung vor.
2)
Wie Europa jetzt Milliarden in die Aufrüstung stecken will.
3)
Diese Waffen fehlen Kiew bald-und hier kann Europa helfen]
Noch weitere 6 Monate kämpfen würde aber heissen: Der grausame Krieg würde noch ein halbes
Jahr länger dauern. Noch mehr Gebiete werden verloren gehen. Gefragt wäre ein sofortiger Friede. Der
ist aber nur mit Kompromissen und Verhandlungen möglich. Europa
träumt, wenn es immer noch an einen Sieg gegen Russland glaubt.
Im Blick werden 4 Punkte des Meetings zusammengefasst:
- Mititärhilfen werden aufrecht erhalten: Das ist nichts Neues. Es ist auch keine
Verpflichtung auf wieviel. Man kann die Ausgaben zurückfahren ohne das zu verletzen.
Politiker wie Scholz werden auch auch kaum dazu noch etwas zu sagen haben.)
- Souveränität und Sicherheite weren gewährleisten. Wie wird man
das durchsetzen wenn die Situation an der Front weiter so geht oder noch schlimmer wird?
- Künftige Invasionen verhindern. Die Mär, dass noch weitere Invasionen
kommen, war schon immer eine gute Motivation.
- Die Formation einer Koalition der Willigen. Das ist einfach ein Wort.
Die USA ist raus. Soll man sich etwa mit China oder Australien verbünden?