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www.rhetorik.ch aktuell: (26. Feb, 2025)

VBS Chaos

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:


Im Moment ist es spannend beim VBS. Viola Amherd wird bald als Bundesrätin ausscheiden. Christian Dussey, Chef des Nachrichtendienstes tritt zurück. Auch Armeechef Thomas Süssli geht. Dann habe es Ungereimtheiten beim Ruag gegeben. Es gibt auch Zoff auch um "Leaks". Diese Leaks hat Bundesrätin Amherd offensichtlich genervt.

Man muss zum Thema "Leaks" aber sagen, dass man beschlossene Tatsachen über Personelles wie die beiden Rücktritte kaum für einen Monat geheim halten kann. (Amherd scheint es schon einen Monat lang gewusst haben). Man muss sich vorstellen, dass die Administration schon Fühler ausgestreckt hat, um Nachfolger zu finden. Das kann nicht unbemerkt passieren. Man kann sich auch vorstellen, dass die zwei Beamten (Süssli und Dussey) ihre Gedanken zu einem Rücktritt schon in ihrem direkten Familienumfeld diskutiert haben und vielleicht auch schon für neue Jobs Ausschau halten. Da ist es nicht verwunderlich, wenn dann auch die Presse davon erfährt. Es ist erstaunlich, dass Bundesrätin Amherd annehmen konnte, dass man solch gravierende Personalerreignisse für so lange unter Verschluss halten kann, vor allem in einer Zeit, wo alle Augen auf das VBS gerichtet sind. Update Blick vom 28. Februar: "Das Leck war ein Löchersieb".




Thomas Süssli Christian Dussey


Blick:
So einen trotzigen Bundesratsauftritt gab es selten: Verteidigungsministerin Viola Amherd (62) knallte Bericht um Bericht auf den Tisch, als sie am Mittwoch vor die Medien trat. Der Hintergrund: In der Vergangenheit war mehrfach kritisiert worden, dass dem VBS die Strategie fehle. Das wollte Amherd kontern. Und sie trat den Beweis an, indem sie Strategiebericht um Strategiebericht auf den Tisch haute: Nur durch Wiederholung bringe man gewisse Dinge in die Köpfe der Leute, sagte sie und betonte mit Blick auf den vor ihr liegenden Papierstapel, dass es "solide planerische Grundlagen gibt". Amherd blieb auch für den Rest der Medienkonferenz launisch bis angriffig: Besonders störte sie, dass die Abgänge von Armeechef Thomas Süssli (58) und Nachrichtendienstchef Christian Dussey (60) bereits am Dienstag durch ein Leak bekannt geworden waren. Dies habe sie sehr belastet, sagte Amherd. Nur eine Stunde sei es gegangen vom Zeitpunkt, als das VBS die entsprechenden Unterlagen bundesratsintern aufschaltete, bis der erste Medienbericht kam. "Solche Prozesse sind nicht dazu geeignet, das Vertrauen im Bundesrat zu stärken", sagte sie. Der Bundesrat habe über Massnahmen gesprochen, damit künftig "so etwas nicht passiert". Auch Bundesratssprecher Andrea Arcidiacono (58) verurteilte namens der Landesregierung das Leak. Das VBS reichte gestern denn auch eine Strafanzeige gegen Unbekannt ein, wie Blick herausgefunden hat. An der Medienkonferenz erklärten auch Armeechef Süssli und Geheimdienstchef Dussey ihre Rücktritte. Das waren die drei wichtigsten Punkte:
  • AMHERD SIEHT KEINEN FEHLER BEI DER KOMMUNIKATION
  • ARMEECHEF HAT ZIELE ERREICHT
  • DER NACHRICHTENDIENSTCHEF IST BESORGT



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