Die Drohnenprobleme der Schweizer Armee ist wieder in den Medien gelangt:
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Die Kosten laufen aus dem Ruder und die Lieferung verzögert
sich immer weiter. Die Probleme um die Beschaffung von sechs
Aufklärungsdrohnen sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Der
damalige Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) bestellte sie 2015
für 250 Millionen Franken bei der israelischen Firma Elbit
Systems. Bis heute hat die Schweiz kein aktives Drohnensystem. Jene
fünf Drohnen, die sie erhalten hat, bleiben wegen eines Vorfalls
in Indien vorerst am Boden.
Anfang Jahr wurde publik, dass Zweifel an der Einsatzfähigkeit
bestehen. Die Ruag sollte ein System liefern, das es den Drohnen
ermöglicht, in der Luft autonom Hindernissen auszuweichen. Doch
auch beim bundeseigenen Rüstungskonzern gibt es Probleme.
Auf
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wehrt sich Urs Loher, der Chef von Armasuisse.
Blick:
Seit mittlerweile zehn Jahren ringt das Verteidigungsdepartement mit
seinen neuen Aufklärungsdrohnen, die noch immer nicht einsatzbereit
sind. Nun hat sich die Finanzkontrolle das Problem genauer angeschaut
- und spart nicht mit Kritik.
Gut dass Loher selbst das Problem erkannt hat:
Eine Lehre aus dem Drohnen-Deal sei es denn auch, Rüstungsgüter
künftig mehr "ab Stange" einzukaufen und weniger Sonderwünsche
einzubringen.