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www.rhetorik.ch aktuell: (17. Jan, 2025)

Zum Ruecktritt von Postchef Cirillo

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Die überraschenden Rücktritte von Bundesrätin Amherd und Postchef Cirillo zeigen, dass Fürungskräfte sich auch von Emotionen leiten lassen. Viola Amherd hätte auch die Rücktirttsforderungen der SVP Standhaftigkeit demonstrieren müssen. Sie hat aber den "Bettel hingeworfen". Roberto Cirillo hat dem Druck von aussen und innen ebenfalls zu schnell nachgegeben. Denkbar ist selbstverständlich, dass wichtige unbekannte Gründe mitgespielt haben, so überraschend zurückzutreten.

Aus 20 Min:
Marcus Knill, Kommunikationsexperte und Branchenkenner, vermutet derweil, dass Cirillo unter dem Druck der Gewerkschaft gehandelt habe. "Es wurde viel angekündigt. Leider hat sich die Post zu oft verschätzt." Bei der Schliessung der Poststellen habe Cirillo etwa zu lange mit konkreten Angaben gewartet. "Informationen waren zudem leider oft widersprüchlich. Der Zorn der Gewerkschaften ist verständlich." Besonders empfindlich habe es diese wohl getroffen, als Cirillo in einem Interview gesagt hat, die Arbeitsbelastung der Pöstler sei gesunken. "Das kam gar nicht gut an. In vielen Sparten ist die Belastung deutlich gestiegen", so Knill. "Er scheint sich des Schadens, den er angerichtet hat, gar nicht bewusst zu sein. Denn bei den Kunden " und das ist die wichtigste Gruppe " hatte die Post schon lange einen schlechten Ruf." An die neue Führung gerichtet, meint der Kommunikationsexperte, "wichtig ist unter der neuen Führung, dass der Bevölkerung offen und einleuchtend begründet wird, weshalb der Ab- und Umbau erfolgt". Es müsse aber auch eine Lösung für die Bevölkerungsgruppe gefunden werden, die sich mit der Digitalisierung schon heute " aber vor allem in der Zukunft " abgehängt fühlt.


Antworten von Marcus Knill auf Fragen von 20 Min:

Wie sehen Sie den plötzlichen Rücktritt des Post-CEOs? Kommt er für Sie unerwartet? Der Rücktritt war auch für mich überraschend. Ein CEO ist im guten Alter. Chefs müssten eigentlich den Druck von aussen und innen aushalten können. Führungspersönlichkeiten werden mit ihrem hohen Salair nicht nur für eine problemlose Arbeit bezahlt.
Die Post hat erst vor kurzem noch grosse Umstellungen angekündigt. Wie sehen Sie den Zeitpunkt für die Ankündigung? Schadet sich die Post mit dieser Entscheidung? Es wurde viel angekündigt. Leider hat sich die Post zu oft verschätzt. Hinsichtlich Information und Kommunikation ärgerte ich mich schon länger. Bei der Schliessung der Poststellen wartete er zu lange mit konkreten Angaben. Informationen waren leider oft widersprüchlich. Der Zorn der Gewerkschaften ist verständlich. Der CEO spielte die Arbeitsbelastung herunter. In einem Interview (COOP Zeitung) sagte er: "Die Abeitsbelastung der Pöstler ist gesunken". Das kam gar nicht gut an. In vielen Sparten ist die Belastung deutlich gestiegen. Der überraschende Zeitpunkt zeigt, dass Cirillo unter Druck gestanden haben musste. (Druck der Mitarbeiter, Kündigungen. Schliessung von Filialen, Situation bei den Postautos), Er scheint sich des Schadens, den er angerichtet hat, gar nicht bewusst zu sein. Denn bei den Kunden (und das ist die wichtigte Gruppe) hatte die Post schon lange einen schlechten Ruf. (Elektronische Briefkästen, bargeldloser Verkehr, Schliessung von Filialen. Ich kenne Behinderte und ältere Kunden, Menschen ohne Iphonne, die sich slebst überlassen bleiben, die in der Nähe nicht mehr mit ihrem Büchlein einzahlen können.
Diese Minderheit fühlt sich nicht ernst genommen) Wie könnte es weitergehen bei der Post? Es ist klar: Die Post muss sich den neuen Verhaltensweisen anpassen. Wichtig ist jedoch unter der neuen Führung, dass der Bevölkerung offen und einleuchtend begründet wird, weshalb der Ab- und Umbau erfolgt. Es muss aber auch eine Lösung für die Bevölkerungsgruppe gefunden werden, die mit der Digitalisierung scho heute - aber vor allem in der Zukunft - sich abgehängt fühlt



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