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www.rhetorik.ch aktuell: (05. Jan, 2025)

Handschlag verweigert

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Annalena Baerbocks Besuch in Syrien sorgte für Diskussionen weil der neue Machthaber Ahmed Al-Scharaa der deutschen AuĆenministerin nicht die Hand gab. Quelle Merkur:
Die Szene, in der der neue syrische de-facto Herrscher Ahmad al-Scharaa Aussenministerin Annalena Baerbock nicht per Handschlag begrüssen wollte, sorgte für Aufsehen. Baerbock sagte dazu später laut dpa auf Nachfrage einer Journalistin: "Schon als ich angereist war, war mir jedenfalls klar, dass es hier offensichtlich nicht gewöhnliche Handschläge geben wird." In dem Gespräch mit al-Scharaa habe sie dann aber sehr deutlich gemacht, dass Frauenrechte ein Gradmesser dafür seien, wie frei eine Gesellschaft sei. Aus Delegationskreisen war zu hören, dass al-Scharaa am Ende des Gesprächs noch mal die Hand ausgestreckt habe, es dann aber nicht mehr zu einem Handschlag gekommen sei.
Quelle Watson: Experte: das ist nicht gut:
Der frühere Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, bewertete den verweigerten Handschlag als schlechtes Zeichen. "Das ist nicht gut, auch wenn wir das aus anderen Ländern kennen, wo extrem konservativ-islamische Männer an der Macht sind: Iran etwa und bis vor einiger Zeit auch Saudi-Arabien", sagte Perthes dem "Stern". Er fügte hinzu: "In Syrien gehört das nicht zur Tradition. Ich hoffe, dass al-Scharaa dafür auch in Syrien kritisiert werden wird."
Quelle Bild: Neuer Machthaber verweigert Baerbock den Handschlag!
Weil sie eine Frau ist! Beim Staatsempfang im Volkspalast in der syrischen Hauptstadt Damaskus verweigert der neue Machthaber Ahmed al-Scharaa der deutschen Aussenministerin Annalena Baerbock (44, Grüne) den Handschlag! Ihrem französischen Die Bilder des Besuchs zeigen nun: Der neue Machthaber gibt Baerbock bei der Begrüssung auf dem roten Teppich nicht die Hand, sondern legt seine Hand auf die Brust. Bemerkenswert: Baerbocks männlichem Amtskollegen aus Frankreich reicht er die Hand. Auch bei der Ankunft am Flughafen von Damaskus hatten HTS-Vertreter der Ministerin nicht die Hand gereicht " und stattdessen eine Verbeugung angedeutet.
Quelle T-online: Überraschend ist Aussenministerin Annalena Baerbock am Freitag nach Syrien gereist. Der neue Machthaber in Damaskus empfing sie nach westlichem Massstab eher unterkühlt. Baerbock stellte nach dem Besuch Forderungen. Aussenministerin Annalena Baerbock und ihr französischer Amtskollege Jean-Noss«l Barrot sind vom syrischen De-facto-Herrscher Ahmed al-Scharaa empfangen worden. Der Anführer der islamistischen Rebellengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) begrüsste die im Auftrag der EU angereisten Aussenminister im früheren Palast des vor rund vier Wochen gestürzten Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad in der Hauptstadt Damaskus. Al-Scharaa empfing Baerbock und Barrot am Eingang zum Palast auf einem langen roten Teppich. Wie für ihn bei Begegnungen mit Frauen üblich, begrüsste der Islamist Baerbock nicht per Handschlag, wohingegen er Barrot die Hand entgegenstreckte. Nachdem der Franzose zunächst zur Begrüssung seine rechte Hand auf die Herzgegend gelegt hatte, nahm er schliesslich doch kurz die Hand Al-Scharaas. Der Politikwissenschaftler und Nahost-Experte Volker Perthes blickte mit Sorge auf die Szene. "Das ist nicht gut, auch wenn wir das aus anderen Ländern kennen, wo extrem konservativ-islamische Männer an der Macht sind: Iran etwa und bis vor einiger Zeit auch Saudi-Arabien", sagte Perthes dem "Stern". Der Politologe erklärte weiter: "In Syrien gehört das nicht zur Tradition. Ich hoffe, dass al-Scharaa dafür auch in Syrien kritisiert werden wird." Baerbock hingegen sah den Vorgang wohl gelassener: "Schon als ich angereist war, war mir jedenfalls klar, dass es hier offensichtlich nicht gewöhnliche Handschläge geben wird", sagte die Grünen-Politikerin auf die Frage einer Journalistin. Aber ebenso klar habe man den islamistischen Gastgebern gemacht, dass man diese Praxis missbillige, so Baerbock. Der französische Aussenminister Jean-Noss«l Barrot, mit dem sie im Auftrag der EU nach Damaskus gereist war, habe seine Hand ebenfalls nicht zum Handschlag ausgestreckt. Vor allem habe man im Gespräch klargemacht, dass Frauenrechte ein Gradmesser dafür seien, wie frei eine Gesellschaft ist, sagte Baerbock. Ganz so schwierig habe da am Ende des Gesprächs ein Handschlag nicht mehr gewirkt. Aus Delegationskreisen war zu hören, dass al-Scharaa am Ende des Gesprächs noch mal die Hand ausgestreckt habe, es dann aber nicht mehr zu einem Handschlag gekommen sei.
Nachtrag vom 6. Januar: Im Stern erklärt ein Experte für den Nahen Osten:
Aus der Sicht eines konservativen Muslims ist das, was Al-Scharaa getan hat, eine Geste des Respekts. Aus der Sicht eines kulturell anders geprägten Europäers oder einer Europäerin mag das ungewöhnlich sein oder gar als respektlos empfunden werden.

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