Annalena Baerbocks Besuch in Syrien sorgte für Diskussionen weil
der neue Machthaber Ahmed Al-Scharaa der deutschen AuĆenministerin nicht die Hand gab.
Quelle Merkur:
Die Szene, in der der neue syrische de-facto Herrscher Ahmad al-Scharaa
Aussenministerin Annalena Baerbock nicht per Handschlag begrüssen
wollte, sorgte für Aufsehen. Baerbock sagte dazu später laut
dpa auf Nachfrage einer Journalistin: "Schon als ich angereist war, war
mir jedenfalls klar, dass es hier offensichtlich nicht gewöhnliche
Handschläge geben wird." In dem Gespräch mit al-Scharaa habe
sie dann aber sehr deutlich gemacht, dass Frauenrechte ein Gradmesser
dafür seien, wie frei eine Gesellschaft sei. Aus Delegationskreisen
war zu hören, dass al-Scharaa am Ende des Gesprächs noch mal
die Hand ausgestreckt habe, es dann aber nicht mehr zu einem Handschlag
gekommen sei.
Quelle Watson: Experte: das ist nicht gut:
Der frühere Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik,
Volker Perthes, bewertete den verweigerten Handschlag als schlechtes Zeichen.
"Das ist nicht gut, auch wenn wir das aus anderen Ländern kennen, wo extrem
konservativ-islamische Männer an der Macht sind: Iran etwa und bis vor einiger
Zeit auch Saudi-Arabien", sagte Perthes dem "Stern".
Er fügte hinzu: "In Syrien gehört das nicht zur Tradition.
Ich hoffe, dass al-Scharaa dafür auch in Syrien kritisiert werden wird."
Quelle Bild: Neuer Machthaber verweigert Baerbock den Handschlag!
Weil sie eine Frau ist! Beim Staatsempfang im Volkspalast in der syrischen
Hauptstadt Damaskus verweigert der neue Machthaber Ahmed al-Scharaa
der deutschen Aussenministerin Annalena Baerbock (44, Grüne) den
Handschlag! Ihrem französischen
Die Bilder des Besuchs zeigen nun: Der neue Machthaber gibt Baerbock
bei der Begrüssung auf dem roten Teppich nicht die Hand, sondern
legt seine Hand auf die Brust.
Bemerkenswert: Baerbocks männlichem Amtskollegen aus Frankreich
reicht er die Hand. Auch bei der Ankunft am Flughafen von Damaskus hatten
HTS-Vertreter der Ministerin nicht die Hand gereicht " und stattdessen
eine Verbeugung angedeutet.
Quelle T-online:
Überraschend ist Aussenministerin Annalena Baerbock am Freitag nach
Syrien gereist. Der neue Machthaber in Damaskus empfing sie nach
westlichem Massstab eher unterkühlt. Baerbock stellte nach dem
Besuch Forderungen.
Aussenministerin Annalena Baerbock und ihr französischer Amtskollege
Jean-Noss«l Barrot sind vom syrischen De-facto-Herrscher Ahmed al-Scharaa
empfangen worden. Der Anführer der islamistischen Rebellengruppe
Haiat Tahrir al-Scham (HTS) begrüsste die im Auftrag der EU
angereisten Aussenminister im früheren Palast des vor rund vier
Wochen gestürzten Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad in der
Hauptstadt Damaskus.
Al-Scharaa empfing Baerbock und Barrot am Eingang zum Palast auf einem
langen roten Teppich. Wie für ihn bei Begegnungen mit Frauen
üblich, begrüsste der Islamist Baerbock nicht per Handschlag,
wohingegen er Barrot die Hand entgegenstreckte. Nachdem der Franzose
zunächst zur Begrüssung seine rechte Hand auf die Herzgegend
gelegt hatte, nahm er schliesslich doch kurz die Hand Al-Scharaas.
Der Politikwissenschaftler und Nahost-Experte Volker Perthes blickte mit
Sorge auf die Szene. "Das ist nicht gut, auch wenn wir das aus anderen
Ländern kennen, wo extrem konservativ-islamische Männer an
der Macht sind: Iran etwa und bis vor einiger Zeit auch Saudi-Arabien",
sagte Perthes dem "Stern". Der Politologe erklärte weiter: "In
Syrien gehört das nicht zur Tradition. Ich hoffe, dass al-Scharaa
dafür auch in Syrien kritisiert werden wird."
Baerbock hingegen sah den Vorgang wohl gelassener: "Schon als ich
angereist war, war mir jedenfalls klar, dass es hier offensichtlich
nicht gewöhnliche Handschläge geben wird", sagte die
Grünen-Politikerin auf die Frage einer Journalistin. Aber ebenso
klar habe man den islamistischen Gastgebern gemacht, dass man diese
Praxis missbillige, so Baerbock. Der französische Aussenminister
Jean-Noss«l Barrot, mit dem sie im Auftrag der EU nach Damaskus gereist
war, habe seine Hand ebenfalls nicht zum Handschlag ausgestreckt.
Vor allem habe man im Gespräch klargemacht, dass Frauenrechte ein
Gradmesser dafür seien, wie frei eine Gesellschaft ist, sagte
Baerbock. Ganz so schwierig habe da am Ende des Gesprächs ein
Handschlag nicht mehr gewirkt. Aus Delegationskreisen war zu hören,
dass al-Scharaa am Ende des Gesprächs noch mal die Hand ausgestreckt
habe, es dann aber nicht mehr zu einem Handschlag gekommen sei.
Aus der Sicht eines konservativen Muslims ist das, was Al-Scharaa getan hat,
eine Geste des Respekts. Aus der Sicht eines kulturell anders geprägten Europäers
oder einer Europäerin mag das ungewöhnlich sein oder gar als respektlos
empfunden werden.