Eine Dronenaufnahme zeigen die letzten Momente von Hamas Chef
Yahya Sinwar. Er wirft einen Knebel auf die Drone die ihn filmt.
Detektive haben das Haus schon gefunden.
Durch Geolokation konnte das Haus gefunden werden. Hier auf
Google mapsIm Blick:
Er sitzt in einem zerbombten Wohnraum in einem Sessel - und scheint am Arm verletzt.
Das Gesicht mit einem Tuch verhüllt, blickt er reglos auf die Drohne, die
ein paar Meter vor ihm schwebt und ihn filmt. Der Mann greift nach einem Stock und
wirft ihn nach dem Fluggerät. Erfolglos.
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben die Drohnenaufnahme auf Telegram
veröffentlicht. Die Kontur des Mannes wird mit Farbe nachgezogen - mit der
Einblendung, dies sei Yahya Sinwar, der seit Jahren gejagte Führer von Hamas.
Man errinnere sich an andere Fälle: Gaddaffi in Lybien, Hussein im Irak oder
Bin Laden.
2006: Bild von Hussein vor seiner Exekution
2011: Bild, als Bin Laden getötet wurde:
2011: Bilder auf CNN von Gadhafi's letzten Momenten
2011: Bilder vonm Sohn von Gadhafi
Wir hatten schon 2003
eine Liste von Bildern, die das Ende einer Aera symbolisieren: Alexander der Grosse, Mussolini,
Stalin, Che Geuvara, Ceausescu, Najibullah, Pol Pot oder Savimbi:
CNN listet die Reaktionen:
US-Präsident Joe Biden rief den israelischen Premierminister Benjamin
Netanjahu an und lobte die Israelischen Verteidigungskräfte für
ihre "hervorragende Arbeit", so eine Erklärung des Büros
des israelischen Premierministers. Biden sagte, die Tötung des
militanten Anführers sei ein "guter Tag für Israel, für
die Vereinigten Staaten und für die Welt", so eine Erklärung
des Weissen Hauses.
Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete Sinwar als
"den Drahtzieher hinter dem tödlichsten Tag in der jüdischen
Geschichte seit dem Holocaust" und sagte, das Vereinigte Königreich
werde "seinen Tod nicht betrauern." Er fügte hinzu: "Heute sind
meine Gedanken bei den Familien der Opfer."
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte: "Yahya
Sinwar war die Hauptverantwortliche für die Terroranschläge
und barbarischen Akte vom 7. Oktober. Heute denke ich mit
Emotionen an die Opfer, darunter 48 unserer Landsleute, und an ihre
Angehörigen. Frankreich fordert die Freilassung aller noch von der
Hamas gehaltenen Geiseln."
Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sagte: "Sinwars Tod beendet
eine Schreckensherrschaft." Er fügte hinzu, dass die Hamas "ihre
Waffen niederlegen, die Geiseln freilassen und keine zukünftige
Rolle in der Verwaltung des Gazastreifens spielen" müsse und
bekräftigte seine Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand,
um das Leiden in Gaza zu beenden.
Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock sagte: "Sinwar war
ein brutaler Mörder und Terrorist, der Israel und sein Volk
zerstören wollte." Sie fügte hinzu, dass die Hamas sofort alle
Geiseln freilassen und ihre Waffen niederlegen müsse und sagte:
"Das Leid der Menschen in Gaza muss endlich ein Ende haben."
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni sagte: "Ich bin
überzeugt, dass nun eine neue Phase beginnen muss: Es ist
an der Zeit, dass alle Geiseln freigelassen werden, ein sofortiger
Waffenstillstand erklärt wird und der Wiederaufbau im Gazastreifen
beginnt."
Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von
der Leyen sagte: "Sinwar war der Anführer einer terroristischen
Organisation, der terroristischen Organisation Hamas. Und er war im Grunde
der Drahtzieher hinter dem 7. Oktober mit den Tötungen, Massakern,
Vergewaltigungen und Entführungen. Sein Tod schwächt die Hamas
daher erheblich."
Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell sagte: "[Sinwar] war ein
Hindernis für einen dringend benötigten Waffenstillstand und
die bedingungslose Freilassung aller Geiseln." Er fügte hinzu:
"Es muss ein Ende der Gewalt geben, die Befreiung der Geiseln und ein
Ende des Leidens der Palästinenser."