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Nau: Susanne Wille wird neue SRG-Direktorin
Susanne Wille heisst die neue SRG-Generaldirektorin. Die ausserordentliche
Delegiertenversammlung der SRG wählte die 50-jährige
Journalistin am Samstag in Bern zur Nachfolgerin von Gilles Marchand.
Wille tritt auf 1. November 2024 die Nachfolge von Gilles Marchand an,
der seinen Rücktritt im laufenden Jahr angekündigt hatte. Die
gebürtige Aargauerin ist vielen Fernsehzuschauenden als Moderatorin
der Nachrichtensendung "10vor10" in Erinnerung.
Über 20 Jahre stand Wille in diversen SRF-Sendungen vor der Kamera
und leitet seit vier Jahren die Kulturabteilung von Schweizer Radio und
Fernsehen. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung.
Auf die neue SRG-Generaldirektorin kommen zahlreiche Herausforderungen
zu. "Stehenbleiben ist keine Option", sagte Wille am Samstag nach ihrer
Ernennung. Die Herausforderungen für die Zukunft seien da, sie sehe
aber auch viele Chancen.
"Ohne sorgfältigen Journalismus gibt es keine starke Demokratie"
Sie werde zuhören und verstehen wollen, führte Wille aus. Das
Unternehmen SRG werde sich verändern. Sie werde ihre ganze Erfahrung
in ihre neue Aufgabe einbringen und neue Perspektiven erschliessen.
Susanne Wille, wird einige harte Nüsse zu knacken haben:
- Weniger Einnahmen:
Die SRG nahm 2030 140 Millionen Franken durch TV- Werbung. Vor zehn
Jahren waren es noch über 100 Millionen mehr. Künftig wanden
noch mehr Werbegelder ins Internet. Die Forderung nach einem kompletten
Werbeverbot steht im Raum.
- Der Kampf um Gebühren:
Die Halbierungsinitiative ist die grösste Herausforderung für
die SRG. Private sollen statt 335 nur noch 200 Fr. pro Jahr zahlen
müssen. Falls die Initiative angenommen wird, bricht der SRG die
Hälfte des Budgets weg. Selbst wenn die Initiative bachab geschickt
würde, geht der Kampf um Gebühren weiter. Der Medienminister
Rösti will die Abgabe auf 300.- Franken senken.
- Das Dilemma mit den Privaten:
Heute arbeiten die meisten Redaktionen multimedial. Den Printredaktionen
fehlt das Geld, Audio und Videokanäle aufzubauen. Will die
SRG dorthin, wo sich das Publikum informieren und unterhalten will,
muss sie ins Internet. Die privaten Verleger beklagen, die SRG dringe
mit ihrem online Angebot in einen Bereich, der von ihnen bereits gut
bedient wird. Die SRG habe zudem einen grossen Vorteil, weil sie kein
Abos verkaufen müssen.
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