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www.rhetorik.ch aktuell: (06. Mar, 2015)

Immigranten, Fluechtlinge, Asylbewerber

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
In den Medien wird von Flüchtlingen, Einwanderern, Zuwanderer, Migrant oder Asylsuchende gesprochen und geschrieben. Mit Worten kann gewertet werden: des einen "Freiheitskäpfer" ist dem anderen ein "Terrorist". Man spricht von "Konflikt" oder "Krieg", von "Herausforderung" oder "Krise". Das wurde zur Beeinflussung stets auch politisch genutzt. In vielen Ländern ist Immigration eines der politischen Themen, die bei den Wählern am Wichtigsten sind. Warum?
Weil es um grundsätzliche Ängste geht: Angst, die eigene Arbeit zu verlieren, Angst, dass die eigene Kultur oder Sprache von anderen verdrängt wird. Dazu kommt Xenophobie, die Angst vor dem Fremden, oder die Angst vor anderen Religionen.

Es ist kein Wunder etwa dass nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den USA, die Immigrationspolitik zu einem der wichtigsten Themen geworden ist. Es könnte die nächste Präsidentschaftswahl entscheiden. Bauern oder Restaurants brauchen billige Arbeiter, die TechIndustrie will viele H1B Fachkräfte aus dem Ausland. Das ist gut für die Wirtschaft, kann aber hart für die Jobsuchenden im Land sein. Andererseits führt starke Immigration zu Veränderungen der Sprachgruppen und der Religionsgruppen. In Kalifornien etwa sind im Jahre 2010 (Quelle), 42.3 Prozent Weiss, 37.6 Prozent Hispanisch, 15.9 Prozent Asiatisch und 7.2 Prozent Schwarz. Noch sprachen 57 Prozent Englisch in den USA, doch die Mehrheit könnte noch dieses Jahrhundert kippen. Nach Pwe research ist in Kalifornien aber im Jahre 2014 schon ist die Etnische Gruppe der Latinos die Grösste geworden. Während im Jahre 1980 noch 5 Prozent der US Bevölkerung Spanisch sprach, sind es heute schon zwischen 13 und 14 Prozent (Quelle).

Oft gehen die Meinungen und Gefühle quer durch die Parteien. So sind viele Unternehmer froh, wenn Arbeitskräfte aus dem Ausland gebraucht werden können: das erhöht den Druck auf den Arbeitsmarkt und bringt die Löhne runter. Viele sind dann aber gegen Einbürgerungen. Diese Politik führt vor allem dann zu Problemen, wenn die Leute Kinder kriegen, die dann im Land aufwachsen. Haben die Kinder dann automatisch das Bürgerrecht, oder sind sie illegal? Im Moment geht es gerade um diese Frage in den USA. Millionen von Immigranten leben und arbeiten illegal in den USA. Willkommen von den Unternehmen, wie bei Plantagen oder Restaurants. Obama arbeitet daran, dass ein Teil in den USA aufgewachsenen neuen Generation das Bürgerrecht erhält. Aber es gibt starke Opposition dazu und der Ausgang ist ungewiss.


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