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www.rhetorik.ch aktuell: (04. Jul, 2014)

Recht auf Vergessen von Zeitungsartikel

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Google hat Medien darüber zu informieren begonnen, wenn Artikel nicht mehr gelistet werden. So wurden BBC, der Guardian, Daily Mail als auch schon Spiegel Artikel von Suchergebnissen ausgschnitten. Quelle. Nun sind auch schon Artikel vom Spiegel betroffen: SpiegeL: Der Spiegel aber verpixelt, um welche Anfrage es sich handelt:
Google hat mit dem Entfernen von Treffern in Suchergebnissen begonnen. Betroffen davon ist auch der SPIEGEL. Sucht man nach einem bestimmten Namen, taucht ein Artikel des Nachrichtenmagazins über die Scientology-Organisation nicht mehr in den Treffern auf. Google weist seine Nutzer am Seitenende selbst darauf hin: "Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechtes entfernt." Google folgt damit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Mai. Die Richter hatten entschieden, dass Suchmaschinen Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten unter Umständen aus ihren Ergebnislisten streichen müssen. Google hatte daraufhin ein Formular ins Netz gestellt, mit dem Betroffene die Entfernung solcher Einträge veranlassen können. Mittlerweile sind laut Google europaweit mehr als 70.000 Anträge eingegangen, die insgesamt rund 267.000 einzelne Seiten betreffen. 12.000 der Anträge kommen aus Deutschland. Betreiber von Webseiten, die sich bei Google angemeldet haben, bekommen von dem Konzern eine Mitteilung über entsprechende Löschungen. Auf diese Weise hat SPIEGEL ONLINE von der Entfernung des Scientology-Artikels aus bestimmten Trefferlisten erfahren. Der genaue Grund für die Entfernung wird dabei nicht genannt. In diesem Fall liess sich der Grund schnell herausfinden: Google-Suchen nach der Überschrift des Artikels in Kombination mit den Namen aus dem Artikel führten zum Ergebnis. Offenbar hat sich einer der im Text als Scientology-Unterstützer genannten Personen mit einem Löschgesuch an Google gewandt.
Golem:
Die von den Löschungen betroffenen Medien beklagen unter anderem, dass das sogenannte Recht auf Vergessen die öffentliche Meinungsbildung und das Treffen informierter Entscheidungen erschwere. Redakteur Martin Clarke von der Daily Mail vergleicht die Löschungen mit Bücherverbrennungen in einer Bibliothek. Die Befürchtung ist, dass das Recht auf Vergessen absichtlich dazu missbraucht werden könnte, den wahrheitsgetreuen Journalismus zu unterdrücken.

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