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www.rhetorik.ch aktuell: (29. Nov, 2013)

Säbelrasseln im ostchinesischen Meer

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Es ist ein kleineres PR Desaster für China. Nachdem Xi-Jinping's Regierung unilateral eine Flugsicheheitszone zwischen Taiwan und Japan deklariert hat, sind amerikanische B-52 Bomber durchgeflogen. Auch Japan hat die Zone weiter patroulliert. Es geht im Grunde um die Diaoyu Inseln, die sowohl von China als auch Taiwan und Japan beansprucht werden. Die 5 Inseln sind zwar winzig und unbewohnt, jedoch von strategischer Bedeutung. Experten meinen nun, dass der Schritt Chinas ein Schuss nach hinten gewesen sein könnte, denn es hat Nord Korea, Japan, Taiwan und die USA näher zusammengebracht. Chris Johnson vom "Center for Strategic and International Studies" in Washington meinte etwa, dass sich China damit in eine Ecke manöveriert hat. Quelle.
Aus dem Spiegel:
Flugzeuge der japanischen Luftwaffe und Küstenwache sind am Donnerstag offiziell zu einem Patrouillenflug gestartet und dabei in die umstrittene Zone geflogen. Zu Zwischenfällen kam es nicht, erklärte ein japanischer Regierungssprecher. Es habe "keine besonderen Reaktionen" von chinesischer Seite gegeben. "Wir haben unsere normalen Patrouilleneinsätze in der Gegend nicht verändert", sagte auch ein Sprecher der Küstenwache der Agentur AFP. Die Flüge seien China nicht gemeldet worden. Peking habe aber keine eigenen Flugzeuge geschickt. Die chinesische Regierung hatte mit einer militärischen Reaktion gedroht, falls die Anweisungen zur neuen "Verteidigungszone" missachtet würden. Demnach müssen alle Maschinen, die den Luftraum kreuzen, ihren Flugplan und die Herkunft anmelden sowie eine Funkverbindung zu den chinesischen Behörden gewährleisten. Als Begründung für den Schritt nannte das Verteidigungsministerium den "Schutz vor möglichen Luftangriffen". Hintergrund des Konflikts ist der Streit zwischen China und Japan um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Peking erhebt seit Jahren Anspruch auf die von Tokio kontrollierten Inseln, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt werden. Die US-Regierung hat aber ebenfalls deutlich gemacht, dass sie die neuen, einseitig von China geschaffenen Regeln nicht akzeptiert. In der Nacht zum Dienstag durchbrach das US-Militär die Luftverteidigungszone demonstrativ und liess zwei Bomber vom Typ B-52 durch das Gebiet fliegen. China wurde über das Manöver der amerikanischen B-52-Bomber nicht vorab informiert. Das Verteidigungsministerium in Peking reagierte verhalten und teilte am Mittwoch mit, die beiden US-Flugzeuge seien "beobachtet" und "identifiziert" worden.

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