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www.rhetorik.ch aktuell: (22. Dez, 2009)

Verschwoerungstheorien um Berlusconi

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Der Blick: diskutiert eine Verschwörungstheorie, die im Internet aufgetaucht ist

Die Nase gebrochen, Zähne abgrebrochen - dafür Sympathiepunkte gewonnen. Nach monatelangen Schlagzeilen über Sex- und Korruptionsvorwürfen steigt Berlusconi in der Gunst des Volkes wieder. 66 Prozent stehen plötzlich wieder hinter dem Ministerpräsidenten. Vor der Dom-Attacke waren es noch 48 Prozent. Berlusconi-Gegner ist das nicht geheuer. In einem anonymen Youtube-Video machen sie glauben, dass die ganze Attacke auf Berlusconi eine Inszenierung war. Woher kam plötzlich das viele Blut? Die Verschwörungstheoretiker zeigen Bildabfolgen des Anschlags und stellen kritische Fragen:
  • Warum war unmittelbar nach dem Schlag kein Blut zu sehen? Der tiefe Schnitt, den man später sieht, hätte sofort bluten müssen.
  • Woher kam das grosse Taschentuch, mit dem Berlusconi sofort sein Gesicht verdeckte? Als er es wegnimmt, ist er plötzlich blutverschmiert.
  • Der italienische Premier hat gemäss Spital "mehr als einen halben Liter Blut" verloren. Wieso war dann aber kein Blut auf dem Hemd oder dem Anzug des Politikers?
  • Warum ist das Blut auf dem Gesicht Berlusconis bereits kurz nach dem Angriff sehr dickflüssig?
  • Eine Szene wird besonders hevorgehoben: Ein Bodyguard reicht dem blutenden Berlusconi eine kleine Flasche ins Auto. Die Verschwörungstheoretiker behaupten, dass es sich hierbei um eine Sprayflasche mit Kunstblut handelt.
Parteikollegen verurteilen die Unterstellung der Fälschung. "Ich kann nicht glauben, dass Leute die Attacke anzweifeln, nur weil er nicht genug Blut verloren haben soll", sagt Parteikollege Danielle Capezzone. Berlusconi selbst hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäussert - er ist für die nächsten 14 Tage krank geschrieben.

Anderseits muss man sich schon fragen: wer will schon freiwillig Zhäne verlieren und sich ein Nasenbein brechen lassen?

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