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www.rhetorik.ch aktuell: (23. Mai, 2008)

Clintons Kennedy Versprecher

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Der Versprecher Die Entschuldigung Spiegel Foto
Eine Bemerkung von Hillary Clinton über die geschichtliche Tatsache, dass Vorwahlen oft bis in den Juni gehen hat ihr bei der Nomination nicht gerade geholfen. Sie erwähnte, dass Bob Kennedy bis in den Juni hinein Wahlkampf betrieben hat, bis er ermordet worden ist.

"Mein Mann hat die Nomination nicht abgeschlossen im Jahre 1992 bis er Mitte Juni die Vorwahl in Kalifornien gewonnen hat. Wir alle errinnern uns dass Bobby Kennedy im Juni in Kalifornien ermordet wurde."


Dieser Ausspruch wurde von Kommentatoren so interpretiert, dass Clinton sich das Recht nimmt, weiter zu kandidieren, weil ihr Opponent ja ermordet werden könnte.

Clinton entschuldigte sich und sagte, dass sie historische Beispiele gebracht hat und dass jede andere Deutung falsch wäre. Die Geschichte illustriert auch, dass die Clinton Kandidatur im Moment aussichtsloser denn je aussieht.



Sich entschuldigen ist eine gute Lösung bei Versprechern und Missverständnissen. Beschönigen, Kleinreden oder irritierende Aussagen aussitzen jedoch ist immer schlecht.


Wer sich entschuldigt, nimmt die Schuld auf sich und ist somit aus dem Schussfeld. Hillary Clinton hat ein anderes Problem: Weil sie so verbissen am Rennen bleibt und nicht einsehen will, dass sie keine Chance mehr hat, wird das unbedachte Verhalten als "Sie hat nun die Nerven verloren" interpretiert. Das wird zu einem Problem für Clinton, weil ein zukünftiger Präsident realistische Urteilsfähigkeit mit sich bringen muss.
  • Spiegel
  • 20 minuten Der 20 Minuten Titel: "Clinton: Obama könnte ermordet werden". Clinton hat nicht gesagt, dass Obama ermordet werden könnte. Das wurde hineininterpretiert.



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