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www.rhetorik.ch aktuell: (27. November, 2006)

Berlusconis Schwächeanfall




Quelle: SF, RAI
Nachdem der ehemalige Regierungschef Silvio Berlusconi in Montecatini bei Florenz 40 Minuten lang die Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi kritisiert hatte, wurde er er plötzlich schwach und musste sich am Podium festhalten. Er winkte seinen Mitarbeiter herbei, setzte die Rede fort, fiel dann aber in die Arme mehrerer seiner Gefolgsleute. Das staatliche Fernsehen RAI übertrug die Rede.

Der unter Bluthochdruck leidende Berlusconi wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Sprecher Paolo Bonaiuti teilte mit, Berlusconi gehe es besser und er werde nach Mailand zurückkehren.

Aktuell Beiträge über Berlusconi.

Quelle: Schweizer Tagesschau.


Nachtrag vom 28. November, 2006: Daniel Haas vergleicht in einem Spiegel Artikel "Echt stark, diese Schwäche" mit der Szene im "Paten", wenn Al Pacino in der Küche geschwächt von Schuld und Last zusammenbricht: "Das Bild von Silvio Berlusconis Schwächeanfall ist mehr als nur ein Pressefoto. Es erzählt von Gewalt und Religion, Macht und Erlösung. Das Pressefoto des erschöpften Berlusconi hat die Qualität des Déja Vu, es zitiert die Leiden Don Corleones herbei und erinnert darüber hinaus daran, dass sich der Ex-Regierungschef wie die Bosse aus Francis Ford Coppolas Mafiaepen gegen den Vorwurf der Richterbestechung, des Meineids, der Geldwäsche und Bilanzfälschung wehren musste. Seit gestern steht er wegen Steuerbetrug vor Gericht - das Verbrechen, für das einst Al Capone hinter Gitter ging. Das Bild seines Schwächeanfalls ist auch ein Emblem der Stärke. In seiner Kompaktheit dokumentiert es den Zusammenhalt einer Interessengruppe, in der der Unternehmer buchstäblich aufgehoben ist. So einer wird nicht zu Fall gebracht, wenn er herabsinkt - es vertieft nur seine Wirkung als gesellschaftliches und kulturelles Zeichen."


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