Nachtrag vom 29. November 2006: Kritik am vorzeitiges Prozessende:
Etliche Politiker und Juristen haben die "Freikaufaktion"
kritisiert: (Quelle: Spiegel)
- Der bayerische SPD-Politiker und Oppositionsführer Franz Maget
urteilte, die Entscheidung des Düsseldorfer Landgerichts sei
"geeignet, die Zustimmung zu unserem demokratischen Staat nachhaltig
zu untergraben und zu beschädigen". Die vom Landgericht
festgesetzten Geldauflagen stellten "für einen Menschen in der
Einkommensklasse des Herrn Ackermann in der Tat nichts anderes dar als
die berühmt-berüchtigten Peanuts."
- CSU-Landesgruppenchef Peter
Ramsauer reagierte ähnlich: "Wie eine solche Freikaufaktion auf
das gesunde Rechtsempfinden der Menschen im Lande wirkt, so wirkt es
auch auf mich."
- Der Frankfurter
Strafverfolger Wolfgang Schaupensteiner erklärte schon vor
der absehbaren Entscheidung, die Einstellung des spektakulären
Wirtschaftsprozesses sei stark zu bedauern: Als Jurist hätte
er eine endgültige Klärung erwartet, ob es sich bei den
Millionenzahlungen an Manager um Untreue gehandelt habe.
"Von daher wäre ich dankbar gewesen, wenn das eben durch die
Instanzen durchdekliniert worden wäre."
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