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www.rhetorik.ch aktuell: (12. November, 2006)

Die Schweizer Armee in Youtube



Wer auf der Internetplattform youtube.com nach dem Begriff "swiss army" sucht, findet mehrere Beiträgen über das Schweizer Militär. Der "Sonntags Blick" hat ein paar Filmszenen zusammengestellt, die auf Youtube zu finden sind. Unter anderem gibt es eine Episode, in der sich Soldaten ein Duell mit Übungsmunition geben. Ein anderer Clip zeigt, wie ein Soldat sein Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett gegen einen Baum schleudert.





Früher wären solche Szenen aber kaum an die Öffentlichkeit gelangt. Im Handyzeitalter können solche Videoclips heute blitzschnell weiterverbreitet werden. Auch in Schulen werden Filme von Gewalttaten zum Problem.
Man findet Gefechtsschiesszenen, Befehlsausgaben, Übungsbriefings, Häuserkämpfe, Übungen mit Panzerfäusten und Maschinengewehren. Die Filme wurden auf Schweizer Waffenplätzen, in der Rekruten- oder Offiziersschule oder im WK, oder während des Ausland-Einsatzes mit "Swisscoy" im Kosovo gemacht. Es gibt aber auch professionell gemachte Filme wie der Film von Jerome Jaggi über die Schweizer Luftwaffe.


Werden mit den veröffentlichen Filmen Dienstvorschriften verletzt? Divisionär Heinz Aschmann, der Chef der Ausbildungsführung der Schweizerarmee weist darauf hin, dass man die Urheber "nur in den wenigsten Fällen" identifizieren könne. Für den Informationschef der Armee, Felix Endrich fehlen armeeweite Weisungen. Man versuche zwar, die Soldaten "im Sinne eines Verhaltenskodexes" dazu zu bewegen, keine Handys oder Digital-Kameras zu benutzen. Man führe auch regelmässige Kontrollen nach allfälligen Verstössen gegen Geheimhaltungspflichten und anderen Vorschriften durch.

Diese Kontrollen scheinen aber ohne Wirkung zu bleiben. Der Film "Panzerkinder", in dem unter anderem ein Soldat eine uniformierte Gummipuppe malträtiert, ist auch jetzt noch im Internet zusehen, obwohl gegen den Urheber vor zwei Jahren ein Verfahren eröffnet worden war.


YouTube Beispiele

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