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www.rhetorik.ch aktuell: (20. September, 2006)

Die Teufelsrede von Chavez



Eine ältere Rede des Venezualischen Präsidenten Hugo Chavez in Venezuela, in dem er Bush als Esel bezeichnet. Quelle: Google Video Chavez gibt eine Rede bei der UN und bezeichnet US Präsidenen Bush als Teufel. (Film auf you tube. Ganze Rede auf Deutsch))
Du hast es mit mir verspielt, Vögelchen. Du kennst die Geschichte nicht. Du weisst überhaupt nichts. Du bist ein Ignorant, Herr Gefahr. Du bist ein Esel, Herr Gefahr.(Applaus) Um es in schlechtem Englisch zu sagen: "You are a donkey, Mr Danger". Um es Buchstaben für Buchstaben Herrn George W. Bush zu sagen: "Du bist ein Esel, Mr Bush". Ich sage Dir etwas, Herr Gefahr: Du bist ein Feigling. Warum gehst Du nicht selbst in den Irak und kommandierst Deine Armee? Es ist so leicht, eine Armee von weit weg zu kommandieren. Falls Du auf die Idee kommen solltest, Venezuela anzugreifen, werde ich auf Dich in der Savanne warten, Herr Gefahr. Komm hierher Herr Gefahr. (Applaus). Feigling, Mörder, Massenmörder Du bist ein Massenmörder. Du bist ein Alkoholiker, Herr Gefahr. Du bist ein immoraler Mensch. Du bist der schlechteste Mensch der es gibt. Wie sagt man das in English: "You are the last". Der letzte auf diesem Planeten ist George W. Bush. Gott beschütze uns von diesem Menace. Weil er ein Mörder ist. Ein kranker Mann, ein Psychopath. Als Person ist er ein Feigling. Aber er hat viel Macht! Im Hinblick auf was im Irak passiert: die Welt hat sich gegen den Krieg gesträubt, 70 Prozent der eigenen Leute im Land waren gegen Dich. Du bist ein Lügner, Herr Gefahr. Du tötest Leute, die nicht für Deine Krankheit und Komplexe verantwortlich sind. Deine Soldaten im Irak bombardieren Städte. Gerade gestern wurden 5 Kinder getötet. Die Soldaen sind nicht die Mörder. Du bist der Mörder und Feigling. Ich denke, dass die ersten Leute, die dieses Buch lesen sollten, sind unsere Brüder und Schwestern in der USA. Weil die Gefahr in ihrem eigenen Haus ist. Der Teufel ist bei ihnen zu Hause. Der Teufel, der Teufel selbst ist bei ihnen zu Hause. Und der Teufel kam gestern hierher. Gestern war der Teufel hier (bekreuzigt sich). Hierher. Es richt immer noch nach Schwefel. Heute noch. An dieser Tisch, an dem ich gerade stehe, meine Damen und Herren. Gestern, meine Damen und Herren, an dieses Pult, kam der Präsident der Vereinigten Staaten, der Mann, den ich als Teufel bezeichne. Er hat gesprochen, als ob er die Welt besitze. Wahrhaftig, als ob der der Besitzer der ganzen Welt wäre. Ich denke, wir sollten einen Psychiater holen, um die Rede des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu analysieren. Als Sprecher des Imperialismum, kam er hierher, um seine Nüstern zu zeigen, um die heutigen Muster der Macht, Privilegien und Ausbeutung der Menschheit beizubehalten. Ein Alfred Hitchcock Film könnte es als Szenario gebrauchen. Ich habe sogar einen Titel für einen solchen Film: "Das Rezept des Teufels".





Quelle: Sonntagszeitung
Nachtrag vom 24. September:

Psychiater Jerrold Post nimmt Chavez und Ahmadinejad ernst, weil sie die Armen, Entrechteten als Gegenkraft zum Westen mobilisieren können. Beides sind erfolgreiche Aufwiegler gegen den Westen. Sie sind selbstsicher, rhetorisch geschickt und sehr gewandt im Umgang mit den Medien.

Wie Hussein werden kritische Fragen meist mit Gegenfragen quittiert. So können sie den Fragesteller in die Defensive versetzen. Fragen zum Existenzrecht Israels dreht Ahmadinejad unverzüglich in eine Debatte über Gerechtigkeit für die Palestinenser. Er spricht vom Iran, das das Recht hat, zu tun, was es will. Weil sich Venezuela für das Recht Irans auf eigenen Atomwaffen stark gemacht hat, hilft Iran als Gegenleistung bei der Ölförderung.


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