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www.rhetorik.ch aktuell: (11. August, 2006)

Krieg mit Bildern

Bildmanipulation Aktuell Artikel über Propaganda Kriegsbilder, die Reaktionen auslösen Einfluss der Medien im Krieg


Bildmanipulationen wie auch Film und Tonmanipulationen können auf verschiedene Arten realisiert werden. Unsere Sammlung zeigt verschiedene Beispiele. Vor allem in Politik oder Konfliktsituationen können Bildmanipulationen Teil von Propaganda sein. Auch im jüngsten Libanonkonflikt sind schon Bildmanipulationen aufgetaucht:

Vermutliches Original vom 26. July 2006 Das von der Presse nachträglich als Originalbild on Adnan Hajj publizierte Bild
Das manipulierte Bild, das Reuters ursprünglich publiziert worden war Entschuldigung von Reuters


Quelle: littelgreenfootballs.com" Animationen einer de Manipulationen


Reuters zieht 900 Fotografien zurück

Nachdem entdeckt worden war, dass der Fotograf Adnan Hajj mindestens zwei Bilder manipuliert hatte, zog Reuters 900 Fotografien von ihm zurück. Der Fotograf ist gefeuert worden. Ein Mitarbeiter von "Reuters":



Ein weiteres manipuliertes Bild
"Wir haben einfach nicht die Zeit dazu, uns damit zu befassen, unter welchen Umständen jedes einzelne Bild und jeder einzelne Beitrag entstanden ist. Dazu sind es einfach zu viele. Wir müssen darauf vertrauen, dass sich unsere Fotografen, ganz gleich ob fest oder frei, jederzeit an die Standards halten."


Weil Hajj im Moment nicht mit der Presse spricht, kann man nur über die Motive spekulieren. Reuters scheint zu glauben, dass es wirtschaftliche Motive waren:

"Drei Raketen sehen besser aus als eine, die auf dem Originalbild nur kaum erkennbar war; und die Aufnahme mit dem Rauch war in der Ur-Version ziemlich flau. Mit grosser Sicherheit hätten wir die so nicht gesendet."


Quelle: Heise.de

Inszenierte Gräuelfotos?


Quelle: Sonntagsblick vom 6. August, 2006







Quelle: Tagesanzeiger


Wer ist der Mann mit dem grünen Helm?



Opfer, das beim Bergen mithilft





Ein Leser auf dem Blog, auf dem die Bilder zusammengestllt worden sind, spekuliert, dass der Mann erschöpft von der Hitze gewesen ist, oder dass man nicht genug Fotos von Opfern hatte.

Zeremonielles Fotografieren

Die Zeitung "New York Times" setzt folgenden Standard für die Integrität einer Foto: "Bilder in unserer Zeitung müssen die Realität des Geschehens darstellen. Bilder für Nachrichten dürfen nicht gestellt sein." Quelle.

Beispiel: Zeremonielles Herumzeigen eines Opfers. Kommentatoren fragen sich, ob es angebracht ist, ein Opfer pietätslos als "Trophäe" den Medien zu präsentieren.


Beispiel: Der richtige Ausschnitt. Das linke publizierte Bild wirkt authentisch. Es entblösst sich aber als gestellt, wenn man es im Kontext sieht. Das grosse Foto hat die Integrität des Fotojournalismus im Libanonkonflikt miterschüttert.


Links und Quellen:



Nachtrag vom 19. Januar 2007



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