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www.rhetorik.ch aktuell: (1. August, 2006)

Zur Fernsehlegende Ueli Heiniger



Ueli Heiniger- der Redaktionsleiter des "ZischtigClubs" geht zu Ringier. Wir haben zwar diesen Fernsehprofi oft mit Interesse beobachtet. Seine 30 Jahre Fernseharbeit darf sich sehen lassen und wir möchten zu dieser Persönlichkeit beim Abschied vom Schweizer Fernsehen noch ein paar Worte verlieren.

Gespräche waren sein Beruf. Seit 1990 sitzt er in der Runde des Clubs, 550 mal. Uns fiel er auf als engagierter, interessierter Moderator auf, der das Gegenüber stets zum Reden bringen konnte. Nur dann, wenn jemand das Gespräch verweigern wollte oder damals, als ein Mitglied der Jehovas Zeugen ein Bluttransfusion verweigert hatte, konnte Heiniger die Wut nicht mehr verbergen. Für uns war er meist ein vorbildlicher Zuhörer. Bekanntlich ist bei guten Dialogen das Zuhörenkönnen viel wichtiger als das Reden. Die falschen rhythmischen Akzente beim Sprechen störten uns nie, weil die Aussagen dennoch gut verständlich blieben. Christine Maier tritt nun in die Fussstapfen der Fernsehlegende. Sie ist eine würdige Nachfolgerin. Sie hat bewiesen, dass sie heute das Metier der Moderation sehr gut beherrscht. Zum Wechsel in der Redaktionsleitung sagte Ueli Heiniger geschickt:

"Ich habe lange für mich überlegt, ob das für mich ein Schnitt oder eine Häutung ist."


Matthias Aebischer wird bei der Talksendung als Moderator im Club-Team nachrücken.


Aussagen des Fernsehprofis Ueli Heinigers, der 29 Jahre beim Schweizer Fernsehen arbeitete:

"Ich lernte Menschen kennen, die mit den Händen arbeiten und nie in einem Medienkurs waren. Bei solchen Begebenheiten standen jeweils meine Armhärchen vor Ehrfurcht und Anteilnahme zu Berg!"


Es gibt tatsächliche solche Naturtalente. Oft sind es Leute, die sich nicht krampfhaft bemühen, sich im Studio vor dem Chef oder dem persönlichen Bekanntenkreis profilieren zu müssen. In unseren Trainings im Mediensimulator helfen wir Führungskräften - trotz Stress und ungewohnter Umgebung, natürlich zu reden. Die meisten Leute müssen die ungewohnte Umgebung zuerst kennen lernen, damit sie in der gewünschten "entspannten Spannung" überzeugen.

"Weil Leute, die im Schussfeld der Kritik standen, die Medien als Feinde erlebt haben, musste man sie überzeugen, dass sie im "Club" eine Chance haben. Da ist sehr aufwändig!"


Auch in unseren Trainings geht es oft darum, den Teilnehmenden bewusst zu machen, dass jeder Medienauftritt eine Chance ist. Wir zeigen, wie diese Chance genutzt werden kann. Auf die Frage, was das Geheimnis einer guten Gesprächsführung ist, bringt es Ueli Heiniger auf den Punkt:

"Wichtig ist, von Beginn der Sendung an, ganz wach zu sein! Und entspannt - bei aller Konzentration. Man muss gut zuhören können und darf sich nicht durch die geplante Struktur lahmlegen."


Auch dies sind auch für uns die zentralsten Punkte:
  • Sofort hundertprozentige Präsenz!
  • Es geht um die "entspannte Spannung". Um den Eu-stress (die gute Spannung) und eine lockere Muskulatur (locker, gelöst, offen, ohne Verkampfung)
  • Zuhören ist die wichtigste Voraussetzung um gute Gespräche zu führen. Flexibilität heisst bei Gesprächen: Zuhören und sich dennoch situativ verhalten zu können, ohne den roten Faden zu verlieren.


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