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www.rhetorik.ch aktuell: (17. Juni, 2006)

Gegenstrategie zur Telemarketingplage



Wer kennt sie nicht, die charmante Stimme am Telefon, die professionell geschult ist, Sie am Telefonhörer zu behalten. Die Befragung beginnt meist unverbindlich. Eine angebliche Umfrage kann als Aufhänger dienen. Suggestivfragen sind üblich:

"Wollen Sie billiger telefonieren?"


Nur wenige fragen so plump:

"Wollen Sie nicht ein paar Millionen gewinnen?"


Zuerst wird an Ihnen echtes Interesse signalisiert:

"Uns interessiert es, zu erfahren, wie Sie mit dem Probeabonnement zufrieden sind."


Die lästigen Plagegeister sind kaum abzuschütteln. Wer die Gegenstrategien nicht kennt, ist in der Regel verloren oder riskiert ein längeres Gespräch und verliert damit kostbare Zeit. Wer sich in eine Diskussion einlässt, hat verloren. Wir empfehlen:

Nachdem sich der Agent oder die Agentin vorgestellt hat und die antänierte Einstiegsformulierung deponiert hat, fragen Sie feundlich aber bestimmt:

"Wollen Sie etwas verkaufen?"


Telemarketing:

"Nein? Wir möchten nur erfahren...."


Hierauf unterbrechen Sie nochmals deutlich:

"Wollen Sie mir jetzt am Telefon tatsächlich weder etwas verkaufen noch offerieren?"


Telemarketing:

"Nicht direkt. Sie könnten nachher...."


Nun sagen Sie eindeutig:

"Hören Sie: Wenn Sie mir etwas offeriern möchten, machen Sie dies bitte schriftlich. Ich kaufe am Telefon nie etwas. Vielen Dank!"


Dann wird das Gespräch abgeschlossen.

In der "Sonntagszeitung" vom 4. Juni gab es ein amüsantes und lesenswertes "Anti- Telemarketing skript" von Martjin Engelbregt, das zwar etwas mehr Zeit braucht, aber funktioniert.




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