Rhetorik.ch

Knill+Knill Kommunikationsberatung

Knill.com

www.rhetorik.ch aktuell: (16. Juni, 2006)

Google Video Hitparade



Video Hitparade

Bei der Video Hitparade von Google bestimmen die Surfer, was zuoberst ist. Ein von Google entwickelter Algorithmus, der die Anzahl de Zuschauer der einzelnen Videos sowie das Wachstum der Besucherhits in Betracht nimmt, entscheidet, was zuoberst ist. Google Video ist ein Beispiel des "Web 2" Phenomens. Momentan sind gerade Cola Fontänen und ein fremdgehendes Mädchen an der Spitze. Auch Videoclips sind immer an der Spitze. (Siehe Googleidols Aktuell Artikel).





Cola Mint Experiment.

Ein anderes, der vielen Cola Mint experimente.

Eine Parodie auf die Cola Mint Experimente.

Auf Platz 2 der Hitparade.


Was ist Web 2 ?

Webseiten, deren Inhalt von den Lesern mitbestimmt werden, gelten als Bestandteil vom "Web 2". Im Gegensatz zum "Semantischen Web", einem Versuch, das Internet durch neue Technologie intelligenter zu machen, funktioniert das "Web 2" demokratischer: Die Internetgemeinde bestimmt, was Erfolg hat und was nicht. Millionen von Augen sehen mehr, als nur ein paar Einzelne. Die Grenze zwischen Informationsproduzent und Informationskonsument verschwindet. Jedermann kann mitmachen.


Beispiele vom "Web 2" Phänomens:

  • Weblogs, oder kurz Blogs gennant sind online Tagebücher, bei denen die Leser Kommentare abgeben können. ( Aktuell Artikel von 2002. Weblogs werden zu einer politischen Kraft.
  • Wikis, bei denen Leser an den Webseiten mitarbeiten. Das wohl erfolgreichste Projet ist Wikipedia. ( Aktuell: Chinas Wikipedia)
  • Diskussionsforen wie Slashdot oder Digg, bei denen die Leser als Redakteure Geschichten einspielen, die dann von anderen Lesern bewertet werden. Der Erfolg produziert Nachahmer: netscape diese Woche gerade das Konzept von Digg schamlos kopiert.
  • Bilddatenbanken, bei denen die Leser Bilder einspeisen und katalogisieren kann. Ein Beispiel ist Flickr.
  • Karten wie Googleearth bei denen die Leser selbst Objekte in die Karte hineinstellen können. "Sketchup" erlaubt jeder Internetbenutzer Gebäude in die Karten einzubauen kann. rheinfall.com: Rheinfallgegend in Google earth)
  • Suchmaschinen, wie Google, bei denen die Vernetzung selbst die Relevanz bestimmen. Jeder Weblink ist eine "Stimme".
  • Video Datenbanken, die von den Benutzern gespiesen werden. Ein Beispiel ist Google Video oder You tube.
  • Filesharing. Die Information ist verteilt. Ein Beispiel ist bittorrent, wo Verzeichniss wie The Pirate Bay den Informationsaustausch ermöglichen.

Gefahren vom Web 2

  • Google bombs Man kann das Phenomen ausnützen, um jemand fertig zu machen. Ein Beispiel ist: 16. Juni 2006: failure (Misserfolg), das per google zum Weissen Haus linkt.
  • Vandalismus: Blogs oder Wikis können von Vandalen verschmutzt werden. Ein Beispiel war der Versuch der "Los Angeles Times", einen Editorial Artikel über Irak von den Lesern schreiben zu lassen. Der Versuch musste abgebrochen werden.
  • Propaganda: Wikipedia Seiten können zu politischen Zwecken umgeändert werden. Wehlhelfer in den USA mussten schon mal Zutritt zu Wikipedia verboten werden, als herauskam, dass sie den Eintrag eines Politikers gezielt verschönert hatten.
  • Piratentum Per Bittorrent kann man sich heute praktisch alles besorgen: Bilder, Musik, Filme, Programme, Fernsehserien. Vieles illegal.
  • Seichtheit Wenn man sich die Hitliste der besten Videos anschaut, dann ist das Material oft sehr seicht: ein Mädchen, das ihrem Freund per Webcamera telephoniert und plötzlich ein fremder Mann aus dem Bad kommt, oder Videos von Cola Springbrunnen.
  • Nachtrag vom 19. Juni: Sumpf. Viele Video Seiten haben mit unappetitlichem Inhalt zu kämpfen siehe News.com Meldung und müssen den Inhalt regelmässig überprüfen.


Nachtrag vom 17. Juni 2006: Weil Video und Fernsehen mehr und mehr auch über das Internet und auf Ipods konsumiert wird, wollen die Telemarketing Firmen auch diesen Sektor vermessen. Der heilige Gral in der Branche ist, eine Antwort auf die Frage

Wann, wo und wie oft wird was von wem gesehen?


zu finden. Firmen, wie Nielsen Media Research müssen sich an die neuen Konsumationswege anpassen. Nate Anderson schreibt in ArsTechnica:

Fernsehen ist im Wandel. Die Sender versuchen die massiven Änderungen in der digitalen Verbreitung zu verstehen, um ihre Geschäftsstrategie entsprechend anzupassen. Statt des Fernsehkonsums, gilt es nun auch, den Videokonsum zu vermessen.


Google ist in den Startlöchern, auch ein Rivale zu Firmen wie wie Nielsen Media Research zu werden.


Rhetorik.ch 1998-2011 © K-K Kommunikationsberatung Knill.com