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www.rhetorik.ch aktuell: (20. März, 2006)

Hoch-Zeit der Paparazzi



Für Mr. & Mrs. Smith rsp. Brad Pitt und Angelina Jolie war eine Hochzeit am Comer See vermutet worden. Die Mutmassungen führte zu stressige Zeiten für Paparazzis. Frustrierend auch, weil sich die Gerüchte über die bevorstehende Hochzeit der Hollywood-Stars nun als Schall und Rauch erwiesen haben. George Clooneys Villa am Comer See wurde vorher rund um die Uhr belagert. Es wäre spannend zu sehen, welchen Aufwand, welche Entbehrungen das Heer von Paparazzis auf sich genommen hatte, um wertvollen Bilder erhaschen zu können. Das Schweizer Fernsehen zeigte Bilder von Fotografen, die auf Booten auf dem See ausgeharrt hatten.

Cernobbio Die Gemeinde Cernobbio am Comersee wäre am Samstag gerüstet gewesen, dem Traumpaar einen würdigen Empfang zu bereiten. Die Bürgermeisterin Simona Saladini hielt sich laut Presse schon für eine mögliche Trauung bereit. Ihr sei nach eigenen Angaben eine entsprechende Andeutung gemacht wurden.

"Ich bin seit 2003 Bürgermeisterin und es wäre mein berühmtestes Paar", sagte sie. Das Medienaufgebot war enorm. Nur das prominente Brautpaar fehlte. Am Abend sagte nicht nur Gemeindesprecher Giuseppe Salvioni resigniert: "Gehen wir heim." Auch die Paparazzis zogen von dannen.

Offiziell war die Hochzeit nicht angemeldet. Nur Spekulationen über eine mögliche Hochzeit der beiden wurden nach ihrer Film-Ehe in "Mr. & Mrs. Smith" laut. Im Januar bestätigte der Sprecher des Paares offiziell, dass Angelina Jolie schwanger sei.

An Stelle des Hochzeitspaares kamen den Fotografen am Samstag lediglich zwei noch nicht einmal besonders aufwendig als Pitt und Jolie verkleidete Männer vor die Linsen. Ein leidenschaftlicher Kuss vor der Menge war eine Parodie auf ein Spektakel, das die Schaulustigen wirklich ablichten wollten. Auch ein Doppelgänger von George Clooney einem Freund von Pitt und Jolie, nutzte die Medienaufmerksamkeit, um sich vorzuzeigen.

Die Geschichte von den geprellten Paparazzis weckt vielleicht ein wenig Schadenfreude. Doch müssen wir uns bewusst bleiben: Wer sich über die gierigen, rücksichtslosen Bild-Jäger ärgert, muss auch bedenken, dass man selbst oft ähnliche Bilder konsumiert und somit den Marktwert der Paparazzis sichern hilft.


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