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www.rhetorik.ch aktuell: (3. März, 2006)

Ein Konferenzvideo mit Wirkung




Quelle: Associated Press AP, gezeigt auf Washington Post
Ein vorher geheimgehaltenes Video, das die Warnungen des FEMA Chefs wurde von Associated Press veröffentlicht. Es gibt Einblick in das Krisenmanagement vor dem Katrina Sturm. US Präsident Bush wird auf seiner Ranch in Texas über eine Videokonferenz auf dem Laufenden gehalten. Der Video kommentator bemerkt erstaunt, dass Bush dabei keine einzige Frage stellt.


Das Video zeigt zuerst ein Meeting von Michael Brown, indem er Bush, und Chernoff und lokale Offizelle auf dem Laufenden hält. Brown warnt darin vor einer Katastrophe, sieht auch die Superdome eine Katastrophe innerhalb der Katastrophe voraus. Er meint ganz klar, dass er das Gefühl hat:

"Das ist der 'grosse Sturm'".


Das Video zeigt auch den Meteo Experten Max Mayfield, der grosse Bedenken wegen den Dämmen äussert:

"Dieser Sturm ist viel grösser, als der Wirbelsturm "Andrew" je war. Ich möchte absolut klar machen, dass die Möglichkeit vom Verlust von vielen Menschenleben besteht."


Das Video zeigt nacher, wie Bush 3 Tage nach dem Sturm zu ABC News die Aussage macht:

"Ich glaube nicht, dass irgendjemand den Bruch der Dämme erwartete".
Die "Washington Post" bemerkte dazu, dass die Bush-Administration seither für 6 Monate lang vergeblich versucht hat, diese 10 Worte zurückzunehmen, sie zu modifizieren oder zu erklären.


Das Video schneidet direkt nach dieser Aussage wieder zu "Max Mayfield" in der Sitzung:

"Ich glaube nicht, dass jemand sagen kann, ob die Dämme halten werden. Wir haben sehr, sehr grosse Bedenken".
Ein Widerspruch, der bildlich wohl kaum klarer hätte präsentiert werden können. Der "Spiegel" schreibt in einem Artikel mit Titel "entlarvendes Vdieo, Drohende Dammbrüche in New Orleans liessen Bush kalt" Das "Katrina"-Desaster in New Orleans kam mit Ansage, auch der US-Präsident war gewarnt. Vertrauliches Videomaterial zeigt jetzt, wie Bush in eindringlichen Appellen von Vertretern der Katastrophenschutzbehörde Fema über die drohende Gefahr unterrichtet wurde - und sie ignorierte.


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